Erscheint alle zwei Monate 

Weltmeister über Mode und Migration: Jérôme Boateng bringt Magazin heraus

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Brint sein eigenes Magazin heraus: Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng

Für seinen Stil ist der FC Bayern- und Nationalspieler Jérôme Boateng bekannt. Jetzt hat er sein Lifestyle-Magazin „Boa“ veröffentlicht. 

Ausgefallene Brillen, dicke Uhren im Wert eines Kleinwagens, signierte Sneaker kombiniert mit einfacher Streetwear: Für Boateng ist Mode Selbstverwirklichung. Sein Auftreten ist stilsicher, was ihn für viele zur Modeikone macht.

Sein Lifestyle-Magazin „Boa“  ist ein Mix aus gesellschaftlich relevanten Themen und Jérômes großer Vorliebe der Mode. Das wird auf den ersten Seiten deutlich: Sie gleichen einem Modekatalog für Gutbetuchte. Dort präsentiert der 30-Jährige beispielsweise in der Kategorie „Pick it like Boa – Dreizehn Dinge, die zu haben sich lohnt“ eine Hublot-Uhr im Wert von 29.000 Euro.

Boateng kritisiert Umgang mit Özil-Debatte

Ab sofort erhältlich: Das Lifestyle Magazin „Boa“.

Tiefsinniger wird es allerdings doch noch: Im Interview mit Sänger Herbert Grönemeyer zum Thema „Deutschland, was ist los?“ äußern sich der Fußballer und Grönemeyer über Migration, Ausländerfeindlichkeit und No-go-Areas in Deutschland. Boateng erklärt, dass er seine Töchter niemals an gewisse Orte in Berlin und im Osten lassen würde – nach Marzahn beispielsweise.

Außerdem kritisiert Boateng den Umgang mit der Debatte um den mittlerweile zurückgetretenen Nationalspieler Mesut Özil während der WM. Mit den Darstellern Kida Ramadan und Veysel der deutschen Serie „4 Blocks“, die von Kritikern insbesondere für ihre Authentizität gelobt wurde, geht es ebenfalls um Migration.

Lifestyle und Haltung im Magazin verbunden

Das Magazin zeichnet sich aus durch Lifestyle-Trends und Geschichten von Menschen – vornehmend Männern – mit Migrationshintergrund wie ihm selbst, Veysel, Kida Ramadan und DJ Khaled, die eins verbindet: der steinige Weg nach oben über viele Hindernisse. Der Territory Verlag sieht in „Boa“ alles, wofür Boateng als Mensch stehe: „Er verbindet Lifestyle mit Haltung.“

Für die Erstausgabe seines Magazins ist Boateng und dem Verlag außerdem etwas bemerkenswert Lukratives gelungen. Etwas, das viele zum Kauf von „Boa“ bringen dürfte: Der nach dem Bruch mit Rapper Bushido und dem berüchtigten Abou-Chaker-Clan lange von allen Bildflächen verschwundene Deutsch-Rapper Shindy äußert sich erstmals wieder in „Boa“. Journalist Daniel Schieferdecker besuchte ihn in seiner alten Heimat Bietigheim-Bissingen. Dort gibt der „Goldjunge“ endlich Antwort auf die, von den Fans langersehnte Frage, wie es musikalisch weitergeht, und spricht über den Machtkampf beider Parteien um seine eigene Person.

Das Magazin erscheint alle zwei Monate für 4.90 Euro.

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