Bombastisch gut: Benefiz-Konzert für die Aids-Hilfe

Stimmgewaltig: Der verstärkte Kasseler Konzertchor in der Martinskirche. Foto: Malmus

Kassel. 800 Zuhörer ließen sich am Samstag in der Martinskirche vom Benefizkonzert zugunsten der Aids-Hilfe Kassel begeistern. Bombastisch gut wurde unter der Leitung von Karsten Koch gespielt und gesungen.

Ein großes Konzert mit 200 Mitwirkenden: Fürs Instrumentale sorgte die 2005 von Karsten Koch ins Leben gerufene Orchestervereinigung Kurhessen, die begabte Jugendliche mit Profis zusammenbringt. Mit dabei waren Schüler der Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule Homberg/Efze, Mitglieder des Staatsorchesters und Studierende der Musikakademie.

Hinzu gesellte sich ein Sänger-Kollektiv, bestehend aus dem Kasseler Konzertchor, Mitgliedern des Opernchores und des Homberger Schulchores. Alles klang sorgfältig geprobt - und wurde sehr engagiert dargeboten.

Schwelgerische Fülle herrschte in Werken des populären englischen Komponisten John Rutter („Magnificat“). Strahlender Chor- und Bläserglanz beeindruckte, sanfte Streicherteppiche und süße Melodien schmeichelten den Ohren. Schöne Soli kamen von der Mezzosopranistin Petra Wittmer, auch Gesangspädagogin beim Konzertchor, und der schwerelos klingenden Sopranistin Ingrid Frøseth.

Zwischendurch gab es eine swingende Schlittenfahrt, und zuletzt nahm man sich den Klangzauber Maurice Ravels vor. Elegisch und zugleich ausgestattet mit der für den Dirigenten Karsten Koch eigenen Energie war die „Pavane pour une infante défunte“. Beim Boléro rissen die dynamische Steigerung und der finale Knalleffekt mit.

Kein Wunder, dass das Publikum höchst angetan war. So beschlossen Ovationen den Abend, der mit informativen Grußworten von Ludwig Haffke (Aids-Hilfe Kassel), Stadträtin Anne Janz, dem Universitäts-Präsididenten Prof. Rolf-Dieter Postlep als Schirmherrn und Wolfgang Ludwig (Orchestervereinigung Kurhessen) begonnen hatte.

Von Georg Pepl

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