The BossHoss bei "The Voice of Germany": "Es wird mit Respekt gearbeitet"

Sascha „Hoss“ Vollmer und Alec „Boss“ Völkel von der Band The BossHoss

Am Donnerstag läuft zum dritten Mal die Musikshow „The Voice of Germany“, die Sat 1 und Pro 7 gemeinsam zeigen. Wir haben mit zwei Jury-Mitgliedern, Sascha „Hoss“ Vollmer und Alec „Boss“ Völkel von der Band The BossHoss gesprochen.

In den ersten beiden Sendungen von „The Voice of Germany“ hatten Sie beide zu kämpfen, dass die Kandidaten in Ihr Team kamen. Wie ist die Konkurrenzsituation zwischen den Juroren?

Alec „Boss“ Völkel: Das waren ja nur die ersten Sendungen. Da ist noch nix verloren. Klar ist ja auch, dass wir dort die Underdogs und nicht so populär wie unsere Kollegen sind. Wenn sich Nena und Xavier für ein Talent umdrehen, ist es ganz natürlich, dass die Kandidaten gerne zu ihnen wollen. Ob das die richtige Entscheidung ist, werden wir später feststellen.

Sascha „Hoss“ Vollmer: Außerdem ist es ja so, dass ein Couch nur 16 Leute in seinem Team versammeln darf. Wer zuerst zu viele bekommt, der verpasst die besten der anderen Sendungen. Es ist ja eine Aufzeichnung. Wir wissen ja schon, wie es ausgeht und würden mit Ihnen jetzt nicht so selbstbewusst reden, wenn wir nicht schon wüssten, dass wir sehr gut abschneiden.

Die Sendung ist also komplett aufgezeichnet?

Sascha: Nein. Nur die „Blind Auditions“ und die „Battles“ sind aufgezeichnet. Die späteren Shows sind live.

Hebt sich „The Voice of Germany“ von den anderen Castingshows im Fernsehen ab?

Alec: Ja. Weil es hier in erster Linie nur um die Musik geht und um das Können der Leute. Es geht nicht um den netten Fummel, den da die Braut an hat, und die Tanzschrittchen. Man weiß auch nicht, wer wie heißt, ob Mann oder Frau. Man sieht nichts und muss sich nur auf die Stimme konzentrieren. Es muss auch nicht immer eine perfekte Stimme sein, im Sinne von technisch perfekt, sondern die muss einfach auf einen wirken und einen überzeugen.

Sascha: Außerdem wird hier mit Respekt gearbeitet gegenüber seinen Mitmenschen. Sonst wären wir auch nicht dabei. Es wird niemand runtergebuttert oder vorgeführt und es werden keine Freaks zugelassen, die mal ins Fernsehen wollen. Es geht wirklich nur um die Musik. Das Casting rückt in den Hintergrund.

Wurden die Kandidaten im Vorfeld schon vorgecastet?

Sascha. Ja, genau. Aber der Unterschied zu anderen Shows ist, dass die Leute nicht gecastet, sondern gescoutet werden. Also es gehen wirklich Scouts los und die suchen nach guten Leuten und nicht umgekehrt.

Was erhoffen Sie sich persönlich als Band von der Show?

Sascha: Als Band bringt es uns auch Publicity. Aber es hat sich auch so eine Dynamik bei den Coaches entwickelt. Man trifft sich privat und wir treffen uns im Studio. Wir machen Musik mit Nena, Xavier und Ray. Es macht Riesenspaß und es werden sicher auch bei den Talenten noch einige Überraschungen herauskommen.

Bei der Show „Das Supertalent“ treten immer wieder Artisten auf, die engagiert werden. Wie ist das bei „The Voice of Germany“? Werden da Kandidaten eingekauft?

Alec: Die haben es ja auch nötig, solche Sachen zu machen. Wir nicht. Nee, die Leute kommen, weil sie von dem Konzept überzeugt sind. Und viele von denen würden, glaube ich, bei anderen Castingsshows gar nicht auftreten, weil es bei den anderen Shows nicht um die Musik geht oder um die Fähigkeiten, die die Leute haben.

Werden Ihre Kandidaten nur One-Hit-Wunder, wie die meisten Sänger, die bei Castingsshows mitgemacht haben?

Sascha: Wir arbeiten schwer daran, dass es nicht so wird. Es ist unser Ziel, einen oder mehrere Leute zu finden, die wirklich längerfristig Erfolg haben. Wir können nur alles dafür tun, dass es sich erfolgreich entwickelt. Klar ist: Wenn einer gewinnt, dann geht erst danach die Arbeit richtig los.

Wie machen Sie nach „The Voice of Germany“ weiter?

Sascha: Wir haben gerade unsere neue Platte „Liberty of Action“ herausgebracht. Und nach den Liveshows gehen wir wieder auf Tour. Und dann werden wir uns wieder an ein neues Album machen.

Sie schreiben Ihre Texte und Musik selbst?

Alec: Ja. Wir machen alles selbst. Klar, wir haben auch Songs gecovert, aber die Musik produzieren wir selbst im Studio und wir schreiben auch unsere Texte selbst.

Was wollen Sie Dieter Bohlen noch mit auf den Weg geben?

Alec: Man sollte erkennen, wann seine Zeit abgelaufen ist.

Von Michael Schorn

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