Kammermusik der Romantik in Niestetal

Wo Brahms tanzte

Niestetal. Beeindruckend, wie hier Johannes Brahms’ Cellosonate e-Moll dargeboten wurde. Mit klarem, unangestrengtem Ton und rhythmischer Stringenz musizierte der Cellist Manfred Schumann das wunderbare Werk. Auch in der Romantik kann es tänzerische Leichtigkeit geben - das bewies aufs Schönste der fein getroffene Menuett-Charakter des Allegrettos.

Duos für Streichinstrument und Klavier von Brahms und Robert Schumann erklangen beim Kammerkonzert im voll besetzten evangelischen Gemeindehaus Niestetal-Sandershausen. Vor dem krönenden Abschluss mit Brahms’ erster Cellosonate gab es ebenso Kostbares, nämlich Schumanns Fantasiestücke op.73 und die Violinsonaten a-Moll op. 105 (Schumann) und A-Dur op. 100 (Brahms). Akzente setzte die Geigerin Elvan Schumann mit ihrem präzise artikulierten Spiel.

Pech mit dem Piano

Als Klavierpartnerin der beiden Streicher des Staatsorchesters Kassel hörte man Burcu Urgun vom Staatskonservatorium Istanbul. Pech mit dem Instrument hatte die Pianistin. Ohne die Verdienste der Sandershäuser Konzertreihe schmälern zu wollen, muss festgehalten werden, dass der Flügel diesmal kräftig verstimmt war.

An Beifall für die Musiker sollte es aber nicht mangeln. Ihre Stückauswahl war übrigens das erweiterte Programm, das sie in Teilen auch in Kassel aufgeführt hatten. Denn einen Tag zuvor waren die drei bei der evangelischen Kirchengemeinde Jungfernkopf zu Gast gewesen.

Von Georg Pepl

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