K&K Opernchor und K&K Philharmoniker in der halb gefüllten Stadthalle

Bravos für Lieblingsmusik

Überzeugend: K&K Opernchor und K&K Philharmoniker unter Leitung von Matthias Georg Kendlinger in Kassel. Foto:  Fischer

Kassel. Dass am Ostermontag der Saal der Kasseler Stadthalle zur Hälfte leer blieb, könnte an den hohen Eintrittspreisen gelegen haben. In Zeiten einer schwächelnden Konjunktur fällt es selbst Musikbegeisterten schwer, Eintrittspreise von bis zu 76 Euro zu zahlen.

Am musikalischen Programm, das unter dem Motto „Die schönsten Opernchöre“ stand, lag es sicherlich nicht. Die K&K Philharmoniker und der K&K Opernchor unter der Leitung von Matthias Georg Kendlinger boten ein buntes Programm, bestehend aus Werken von Wagner, Tschaikowsky, Nicolai, Gounod, Rossini, Verdi, Bizet, Leoncavallo und Mussorgski.

Bereits die vom jungen Orchester furios und turbulent vorgetragene Wagner-Ouvertüre „Das Liebesverbot“ leitete eine erste Konzerthälfte ein, die ganz im Zeichen des spätromantischen Opernkomponisten stand. Neben Ausschnitten aus dem „fliegenden Holländer“, „Lohengrin“ und „Parsifal“, die vom Chor sauber intoniert und stimmgewaltig dargeboten wurden, wurde es schließlich mit der wohl bekanntesten Komposition Wagners, dem „Ritt der Walküren“ aus der Oper „Die Walküre“ dramatisch.

Weniger deutsch war das Programm nach der Pause, das mit Verdis Oper „Nabucco“ Ausschnitte aus einem der beliebtesten italienischen Opernwerke bot. Auch hier überzeugten Chor und Orchester mit einer dynamischen Interpretation, die vom Publikum zu Recht mit Bravo-rufen gefeiert wurde.

Das Finale des gelungenen Konzertes wurde durch Mussorgskis Krönungsszene aus dessen Oper „Boris Godunow“ eingeleitet. Mit einem strahlenden Bläserklang und exaktem Zusammenspiel krönte sich das Orchester mit diesem Werk selbst.

Standing Ovations und Ausschnitte aus „Die Verkaufte Braut“ (Smetana) und dem Opernfavoriten „Carmen“ (Bizet) gab es als Zugabe.

Von Sebastian Krämer

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