Ursel Schlicht hatte zum „Sonic Exchange“-Konzert im Dock 4 spannende Gäste eingeladen

Brodelndes Gewebe von Klängen

Zu Gast bei Ursel Schlichts Konzertreihe Soncic Exchange: Sängerin Andre Pabarcˇiúte, Klarinettist Wclaw Zimpel und Bassist Chrsitian Ramond. Foto: Fischer

Kassel. Die Stimme flüstert und trillert zu den magischen Klängen der Glöckchen und Metallscheiben. Klaviertupfer, fahle Basstöne und eine versonnene Klarinette kommen hinzu, bis das Klangfeld, angetrieben von einem energetischen Schlagzeug, immer bewegter wird.

Ein geheimnisvolles, dann brodelndes Gewebe ist im Kulturhaus Dock 4 zu hören.Modernes bietet dieser Sommer nicht nur in der bildenden Kunst. Im Vergleich damit zieht avantgardistische Musik zwar ein weitaus kleineres Publikum an, doch das macht sie nicht weniger wichtig. Spannende Erfahrungen ermöglicht Ursel Schlichts Projekt „Sonic Exchange“, bei dem die Jazzpianistin und Improvisationskünstlerin während der documenta eine internationale Musikerschar nach Kassel lädt.

Neben den Veranstaltungen im Foto-Motel in der Wolfhager Straße 53 gibt es auch Konzerte im Dock 4 - wie am Samstag, an dem dort eine hochkarätige Besetzung auftrat: Mit Schlicht musizierten die litauische Stimmkünstlerin Andre Pabarcˇiúte, der polnische Klarinettist Waclaw Zimpel, der Schlagzeuger Klaus Kugel und der Kontrabassist Christian Ramond.

Nicht nur der freie Tonraum wurde erkundet, Abwechslung brachten Stücke mit festen Themen und Melodien. Zum Beispiel eine japanisch inspirierte Nummer, in der die sonnige Vokalistin und der ausdrucksstarke, auch mal leicht folkloristisch aufspielende Klarinettist zum mysteriösen Klanghintergrund eine einfache Melodie darboten.

Oder Ursel Schlichts Komposition „Spring Swelter“, wo ein jazzig-vertracktes Bassriff für intellektuelle Hitzigkeit sorgte. Die knapp 30 Zuhörer lauschten gespannt und applaudierten heftig.

www.urselschlicht.com

Von Georg Pepl

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