Interview

Bruce Willis über "Stirb langsam" Teil 5

Bruce Willis

Als New Yorker Polizist John McClane wurde Bruce Willis vor 25 Jahren in „Stirb langsam“ zum Weltstar. Und er kehrt immer wieder gern zu der Rolle zurück, die ihn berühmt gemacht hat. Im fünften Teil „Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben“ zeigt sich der 57-Jährige erneut in Form.

Mr. Willis, es scheint, als wollen Sie mit 57 allen noch mal zeigen, dass Sie immer noch ein Actionheld sind.

Bruce Willis: Wie kommen Sie darauf?

Mit Knarre sah man Sie gerade in „The Expendables 2“, demnächst folgen weitere Actionfilme.

Willis: Okay, aber da war ich nur wenige Tage am Set und spiele nicht die Hauptrolle. Dass jetzt so viele Actionfilme mit mir ins Kino kommen, ist Zufall.

Die Hauptrolle in Ihrem echten Leben spielt gewiss Ihre zehnmonatige Tochter.

Willis: Sie ist absolut süß! Sie ist das Wichtigste in meinem Leben und gibt mir so viel Kraft. Alles andere ist so unwichtig geworden, ob es nun die Schauspielerei ist oder dass ich hier sitze und mit Ihnen rede. Nichts für ungut!

Wie stehen Sie als Vater zu der Diskussion über zunehmende Gewaltdarstellung und Waffenverherrlichung in amerikanischen Filmen?

Willis: Haben Sie schon mal erlebt, dass jemand aus einem Film gekommen ist und andere niedergemetzelt hat? Mir ist das jedenfalls noch nicht zu Ohren gekommen. Verrückte töten Menschen!

Sind Sie hinsichtlich des privaten Waffenbesitzes pro oder kontra?

Willis: Weder noch. In Amerika haben wir bestimmte Rechte, die im Gesetz verankert sind - dafür bin ich, aber dabei denke ich nicht an Waffen.

Als Polizist John McClane schießen Sie sich seit 25 Jahren und fünf Filmen erfolgreich durch die Kinos. Was fasziniert Sie an diesem Kerl?

Willis: Er ist eine Fiktion, die dem Entertainment dient, hoffe ich zumindest. Es ist unterhaltsam, ihn immer wieder in einem Spektakel zu sehen, in dem herumgeschossen wird, Züge zusammenkrachen und sonstige Verrücktheiten passieren.

Mal ehrlich, sind Ihnen die Actionszenen diesmal schwerer gefallen als vor 25 Jahren?

Willis: Es war weder heute noch damals besonders anstrengend. Für die wirklich gefährlichen Sachen hat man seinen Stuntman. Manches mache ich auch selbst, aber nur die Sachen, die wirklich sicher sind. Selbst wenn ich wollte, würde man mich das andere nicht machen lassen. (ricore)

Zur Person:

Bruce Willis (57) wurde in Idar-Oberstein als Sohn des US-Soldaten David Willis und dessen deutscher Frau aus Kaufungen bei Kassel geboren. Ab dem dritten Lebensjahr wuchs er in den USA auf. Nach verschiedenen Fernsehrollen gelang ihm 1988 mit „Stirb langsam“ der internationale Durchbruch. Willis spielte mehr als 60 Film- und TV-Rollen. Willis hat drei Töchter aus erster Ehe und eine Tochter mit seiner zweiten Frau Emma Heming. (w.f.)

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