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Buhrufe in Bayreuth? Castorf kann damit leben

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Für Frank Castorf sind Buhrufe bei den Festspielen in Bayreuth kein Problem

Bayreuth - Regisseur Frank Castorf kann mit Buhrufen in Bayreuth gut leben. Für ihn stehen die Gebräuche bei den Wagner-Festspielen im Vordergrund.

„Ich bin ja das Kontroverse gewohnt und versuche auch, es zu erreichen“, sagte er am Samstag bei einer Zusammenkunft der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth. Dass er nach der Premiere des ersten Teils der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ am Freitagabend nicht auf die Bühne trat, gehöre zu den Gebräuchen bei den Richard-Wagner-Festspielen. „Ich bin darum gebeten worden.“ Festspielchefin Eva Wagner-Pasquier fügte an, dass das Regieteam sich üblicherweise erst immer am Ende der „Götterdämmerung“ zeige, also nach Abschluss des Mammutwerks von Richard Wagner. „Die Götterdämmerung“ feiert am kommenden Mittwoch (31. Juli) Premiere.

Auftakt der Bayreuther Festspiele: Viele Politiker dabei

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Die Mäzene der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth treffen sich traditionell in den ersten Festspieltagen. Castorf erläuterte seine Arbeit und erntete immer wieder freundlichen Applaus. Er habe einen „filmischen Grundansatz“ gewählt, sagte er. Auch habe er „Medien der Moderne“ einsetzen wollen. Beim „Rheingold“ am Freitag wurden die Akteure auf der Bühne gefilmt und auf einer Leinwand noch einmal gezeigt. „Mir ging es so, dass ich eher auf die Leinwand gucke als auf die Sänger“, sagte Castorf. „Der Sänger muss gegen sein eigenes Bild und Abbild ankämpfen.“

dpa

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