Rap und Rock trotz Regen

Chakuza und Vierkanttretlager beim Festival Musikschutzgebiet

Setzt neuerdings auf nachdenkliche Texte: Rapper Chakuza überzeugte mit seinem Auftritt beim Festival Musikschutzgebiet am Samstagabend in Hombergshausen. Foto: Göbel

Hombergshausen. Als Rapper Chakuza am Samstagabend die Bühne beim Musikschutzgebiet enterte, gingen die Arme der mehr als 1000 Festivalbesucher schlagartig in die Luft. Mit seiner Liveband präsentierte er Songs von seiner neuen Platte „Magnolia“.

Auf Lieder seiner früheren Alben verzichtete er jedoch konsequent. Vor sechs Jahren nahm Rapper Bushido den damals ung´bekannten Künstler unter Vertrag. Doch der sah sich zunehmend in der Rolle des Gangster-Rappers gefangen, wechselte zum Plattenlabel „Four Music“ und verarbeitete diese schwierige Zeit in Liedern wie „Mondlandung auf Berlin“, „Sanduhr“ und „Kopf über Wasser“.

Obwohl die Menge sichtlich zufrieden war mit Chakuzas Auftritt, hielt sich die Stimmung unter den Besuchern bedeckt. Für Festivals sind seine Texte zu ruhig, zu nachdenklich, zu melancholisch. Doch das sollte sich schnell ändern, als die Jungs von Vierkanttretlager mit ihrem Auftritt an der Reihe waren.

Die nordfriesischen Indie-Rocker um Sänger Sänger Max Leßmann versprühten mit Songs wie „Fotoalbum“, „Hooligans“ und „Drei Mühlen“ reichlich Energie und sorgten damit für einen grandiosen Auftritt und eine im Schlamm tanzende Menge, die trotz des durchwachsenen Wetters bis in die Nacht hinein feierte. Getreu dem Motto „Es gibt kein unpassendes Wetter, nur unpassende Kleidung“, stampften sie in Regencapes und Gummistiefeln dem Dauerregen zum Trotz über die matschigen Wiesen zum Festivalgelände auf dem Grünhof im 120-Einwohner-Dorf Hombergshausen im Schwalm-Eder-Kreis.

Chakuza und Vierkanttretlager beim Festival Musikschutzgebiet

Die Bühne rockten neben den beiden Hauptacts die Bands Atlas Ahead, Suprise Suprise, Leftover Voltage, Fullax, Tequila and The Sunrise Gang, Birth of Joy, 3Plusss, Mikrokosmos 23Hurrican Dean Captain Cappa sowie Aui und Zween. Bereits am Freitag bot das Festival ein abwechslungsreiches Programm mit Auftritten der Bands Blessed with Rage, Pola, Home to Paris, Hal Flavin, The Hirsch Effekt, Wilhelm Tell Me, Dampfmaschine und We were Promised Jetpacks.

Der Star des Abends war jedoch der Kasseler Sänger Milky Chance, der überwältigt war, dass ein Großteil der Besucher seine Texte mitsang. Mit Auftritten von Klangdesign, Joern and The Michaels, Onemillionsteps und Listen to Polo fand das musik- und regenreiche Festivalwochenende am Sonntagnachmittag einen gemütlichen Ausklang.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.