Professor nominiert für Kurzfilmpreis

Chance für Kasseler

Björn Melhus

Potsdam/ Kassel. In Potsdam wird heute der Deutsche Kurzfilmpreis 2011 verliehen. Nominiert ist auch Björn Melhus, Professor an der Kasseler Kunsthochschule. Die Bundesregierung vergibt die mit insgesamt 230 000 Euro dotierte Auszeichnung für dieses Genre. In den vier Kategorien waren 251 Filme vorgeschlagen worden. Zwei Jurys haben zehn Filme nominiert. Die Entscheidung trifft Kulturstaatsminister Bernd Neumann.

Ausgezeichnet werden herausragende Kurzfilme von bis zu 30 Minuten Laufzeit aus den Bereichen Spiel-, Dokumentar- sowie Animations-/Experimentalfilm. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten Wim Wenders und Tom Tykwer. Bereits mit der Nominierung ist eine Prämie von 15 000 Euro verbunden, die mit dem Preisgeld (bis 30 000 Euro) verrechnet wird.

Melhus ist für seinen 13-minütigen Film „I’m Not The Enemy“ nominiert. Er greift das Thema Kriegsheimkehrer auf. Den im Film vorkommenden Figuren werden Zitate von Kriegsheimkehrern aus US-Filmen in den Mund gelegt, die zum Teil endlos wiederholt werden. Konversation läuft ins Leere. Die Montage bewirkt, dass Einsamkeit erlebbar wird, und nicht mehr zwischen Wirklichkeit und Traum unterschieden werden kann. „Ein wichtiges Thema und ein meisterhafter Film, den man nicht mehr vergisst“, urteilt die Jury.

Der Deutsch-Norweger Melhus (45) hat sich mit Medieninstallationen einen Namen gemacht. Seit 2003 hat er in Kassel eine Professur für Virtuelle Realitäten. (dpa/fra)

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