Die junge Kasseler Band No Words Can Tell spielte am Samstag beim Hofkonzert in Rothenditmold

Charme und Herzblut im eigenen Zuhause

Kassel. Da Anonymität und Vereinzelung zur Großstadt gehören, ist die Idee der Kasseler Hofkonzerte umso sympathischer: Die Hofkonzerte lenken die Aufmerksamkeit auf innerstädtische Freiräume und wollen das Gefühl für das eigene Zuhause stärken. Vor zwölf Jahren hat sie der Gartenarchitekt Herwig Thol gegründet, bisher waren sie im Vorderen Westen beheimatet. Nun gab es am Freitag und Samstag Hofkonzerte in Rothenditmold - im historischen Gewerbehof in der Brandaustraße.

Thol hat sich dafür als Veranstalter mit dem Inneneinrichter Stefan Reimann zusammengetan, der dort das Atelier Reimann-Raumkonzepte betreibt. Als Kooperationspartner holten die beiden den Förderverein „Wir für Rothenditmold“ ins Boot, weitere Unterstützung fand man von mehreren Firmen. Zwischenmenschlichkeit war auch bei den Konzerten selbst angesagt. Ein Publikum quer durch die Generationen freute sich am Samstag mit der blutjungen Kasseler Band No Words Can Tell.

Zwischen 15 und 17 Jahre sind Arthur Weht, Julian Blumnauer, Nicholai Gerschewsky, David Kress und Claudio Hohmann, die Songs ihres Debütalbums „Date One“ und Coverversionen von Simple Plan, Oasis, Limp Bizkit und Secondhand Serenade spielten. Auf eine harte, mit Grunge-Akkorden aufgerüstete Gangart folgte akustischer Rock. Der war in seiner jugendlichen Romantik vollkommen authentisch.

Schön, als zum melodiösen Leadgesang von Arthur eine zweite Stimme von Nicholai kam. Die Musik hatte etwas, worauf es in diesem Genre ankommt: einen Herzblut-Charme.

Von Georg Pepl

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