Chorkonzert: Das neue Programm der Sänger von Soulution ist eine bunte Reise durch die Rock- und Pop-Geschichte

Engagiert: Die Sänger von Soulution beim Auftritt in der Erlöserkirche. Foto:  Malmus

Kassel. Die Erlöserkirche Harleshausen war prallvoll, die Stimmung am Freitagabend prächtig. Nach opulentem Beifall und drei Zugaben - darunter zwei Gospels - ging das Konzert des Gospelchors Soulution nach mehr als zwei Stunden zu Ende. Es war laut Programmzettel ein „Special Preview Concert“, also eine Premiere vor der Premiere des neuen Programms.

Die knapp 50 Sänger schienen zu Beginn ein wenig aufgeregt, doch legte sich dies schnell, nachdem der Durchlauf durch mehrere Jahrzehnte der Rock- und Pop-Geschichte begonnen hatte.

Gleich am Anfang gab es als einen der Höhepunkte des ganzen Abends vor dem Song „Africa“ von Toto ein zünftiges Gewitter, das nur mit Händereiben, Schnipsen und Trampeln erzeugt wurde. Das Dach war zum Glück dicht, sodass es mit Billy Joels „And So It Goes“, Bon Jovis „Livin’ On A Prayer“ und anderen Hits meteorologisch unbedenklich weitergehen konnte.

Mirko Moeller hatte den Chor gut vorbereitet, immer wieder gelang ein schöner, flächiger Klang. In anderen Nummern muss vor den nächsten Auftritten noch etwas nachgearbeitet werden, um eine bessere Abmischung der Stimmen zu erreichen und Brüche wegzuretuschieren. Der Chor, der das gesamte Programm auswendig sang, hat das Potenzial dazu. Erfreulich war es anzuschauen, wie die Sänger, deren Altersspanne von gerade Erwachsenen bis zu Rentnern reicht, ihre Freude beim Singen hatten.

Besonders tragfähige Stimmen durften einzelne Soli singen. So zum Beispiel Martina Sherman, die „Make You Feel My Love“ vortrug und ein schönes amerikanisches Timbre vorführte. Zusammen mit der kräftig auftragenden Birte Moeller sang sie die alte Queen-Nummer „Somebody To Love“ – ein Hauch von Freddie Mercury wehte durch die Kirche. Am Ende des regulären Programms stand das fetzige „Viva la Vida!“ von Coldplay.

Von Johannes Mundry

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