Christoph Waltz: "Es war der ultimative Weckruf"

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Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz als Nazi-Oberst Hans Landa in einer Szene des Films "Inglourious Basterds" (undatierte Filmszene).

Los Angeles - Durch einen Anruf von seinem Presseagenten hatte Christoph Waltz am Dienstagmorgen von seiner Oscar-Nominierung erfahren.

“Es war der ultimative Weckruf“, erzählte der Österreicher der US-Zeitschrift “People“. Die Nacht zuvor habe er eher schlecht geschlafen: “Wie ein Baby, das alle drei Stunden aufwacht.“ Seine erste Oscar-Anwartschaft holte sich der 53-jährige Schauspieler für seinen Auftritt als charmant-zynischer SS-Mann in Quentin Tarantinos “Inglourious Basterds“. Gleich acht Mal hat die Nazi-Satire eine Chance auf die höchste Auszeichnung im Filmgeschäft, darunter als bester Film, für Regie und Drehbuch.

Oscar 2010: Die Nominierungen

Nominierung Filmpreis Oscar
Anne Hathaway verkündete die Nominierungen für die Oscars 2010. © dpa
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Meryl Streep ist als beste Schauspielerin in "Julie & Julia" vorgeschlagen. Es ist bereits ihre 16. Oscar-Nominierung. © dpa
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Ins Rennen als beste Schauspielerin geht außerdem Hellen Mirren (“The Last Station“). © dpa
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Sandra Bullock wurde für ihre Rolle in “The Blind Side“ vorgeschlagen. © dpa
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Carey Mulligan ist als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in “An Education“ nominiert. © dpa
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Gabourey Sidibe könnte als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in “Precious“ geehrt werden. © dpa
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Aussichten auf die Auszeichnung als bester Schauspieler hat unter anderem George Clooney (“Up in the Air“). © dpa
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Auch Colin Firth "A Single Man" geht ins Rennen um den besten Hauptdarsteller. © dpa
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Außerdem Jeff Bridges für seine Rolle in "Crazy Heart". © dpa
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Jeremy Renner hat Chancen als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in "The Hurt Locker". © dpa
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Außerdem darf Morgan Freeman (“Invictus“) auf einen Oscar als bester Schauspieler hoffen. © dpa
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Als beste Nebendarstellerin ist Penélope Cruz in "Nine" nominiert. © dpa
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Außerdem geht Vera Farmiga für “Up in the Air“ ins Rennen um die beste Nebendarstellerin. © ap
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Oder geht der Oscar an Maggie Gyllenhaal für ihre Nebenrolle in “Crazy Heart“? © dpa
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Eine weitere Anwärterin für den Oscar in der Kategorie "Beste Nebenrolle" ist Anna Kendrick für “Up in the Air“. © dpa
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Außerdem wurde Mo'Nique als beste Nebendarstellerin in “Precious“ vorgeschlagen. © dpa
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Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz ist für seine Nebenrolle in Quentin Tarantinos Kriegssatire “Inglourious Basterds“ für einen Oscar nominiert worden. © dpa
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Konkurrenz könnte Christoph Waltz von Matt Damon ("Invictus - Unbezwungen") bekommen. Er ist einer der Anwärter für die beste Nebenrolle. © dpa
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Ebenso Christopher Plummer "Ein russischer Sommer". © ap
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Stanley Tucci geht ebenfalls für den „besten Nebendarsteller“ ins Rennen ("In meinem Himmel"). © ap
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Auch als bester Nebendarsteller nominiert: Woody Harrelson für seine Rolle in "The Messenger". © dpa
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Der deutsche Film “Das weiße Band“ hat Chancen auf einen Auslands-Oscar. Außerdem in der Kategorie bester nicht englischsprachiger Film vorgeschlagen sind: “Ajami“, Israel “El Secreto de Sus Ojos“, Argentinien “The Milk of Sorrow“, Peru “Un Prophète“, Frankreich. © dpa
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Außerdem könnte der Film “Avatar - Aufbruch nach Pandora“ auch James Cameron für die beste Regie einen  Oscar bescheren. © dpa
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James Camerons Film “Avatar - Aufbruch nach Pandora“ ist als bester Film für einen Oscar nominiert. © dpa
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Der Film "The Hurt Locker" ist ebenfalls in der Kategorie "Bester Film" nominiert. © dpa
Nominierung Filmpreis Oscar
Kathryn Bigelow wurde für "The Hurt Locker" in der Kategorie "beste Regie" nominiert. Damit ist ausgerechnet seine Ex-Frau die größte Konkurrentin von James Cameron. © dpa
Nominierung Filmpreis Oscar
Neben Pixars "Oben" wurden außerdem „The Blind Side“, „District 9“, „An Education“, „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“, „Inglourious Basterds“, „Precious“, „A Serious Man“ und „Up in the Air“ als bester Film nominiert. © dpa

Waltz hatte im Januar bereits den Golden Globe als bester Nebendarsteller und die Trophäe des US-Schauspielerverbands SAG geholt. Auch beim Festival in Cannes war der vielsprachige Österreicher ausgezeichnet worden. Vor der Oscar-Verleihung fühle er eine Spannung und Vorfreude wie ein Kind vor Weihnachten, erzählte Waltz laut “People.com“. “Die Oscars - ich denke, das ist etwas, was im Fernsehen läuft, worüber man liest und über das berichtet wird...aber was diese Nacht wirklich bedeutet, wenn man dabei ist, kann ich mir gar nicht vorstellen.“ “Wow! Diese Ehre gibt mir eine enorme Zufriedenheit“, sagte Tarantino nach dem Nominierungssegen. Produzent Lawrence Bender betonte gegenüber “People“, dass es ohne Waltz keine “Basterds“ gegeben hätte.

Tarantino habe sehr hohe Ansprüche an die Besetzung der von ihm geschriebenen Rolle des skrupellosen SS-Standartenführers Hans Landa gehabt. Er wollte einen großartigen Schauspieler, der zugleich vier Sprachen beherrschte. “Als wir nach Berlin kamen, war Quentin richtig besorgt, denn er dachte, er hätte eine Rolle geschrieben, für die er keinen Schauspieler finden würde“, so Bender. Als Waltz vorsprach sei ihnen sofort klar gewesen, dass er der Richtige war. “Buchstäblich - ohne ihn wären wir wieder abgezogen, und es hätte den Film nie gegeben. Die Anerkennung (durch eine Oscar- Nominierung) ist einfach großartig“.

dpa

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