Der Clip aus dem Netz: Lena ist wieder da

Zum Chillen: Lena Meyer-Landrut im Video zu „What A Man“. Foto: nh

Dass es nach all dem Grand-Prix-Wahnsinn noch ein normales Leben gibt, merkte Lena Meyer-Landrut, als sie im Sommer auf Ibiza Urlaub machte. Mit Freunden mietete sie sich ein Häuschen und chillte den Großteil der Zeit, wie junge Menschen es nennen, wenn sie nichts machen.

Während der drei Wochen sei sie nur von fünf Leuten angesprochen, dass sie doch Lena sei, sagte sie im Interview.

Das muss sehr wohltuend gewesen sein für die 20-Jährige, die erst als Siegerin des Eurovision Song Contest das Land verzauberte und dann nur noch als Zicke wahrgenommen wurde. Bevor die Abiturientin aus Hannover demnächst als ganz normale Studentin eher ungewöhnliche afrikanische Sprachen lernt, meldet sie sich nun mit einer Cover-Version von „What A Man“ zurück. Es ist der Titelsong zu Matthias Schweighöfers gleichnamigem Regiedebüt, das gerade die Kino-Charts anführt.

Wer das Lied gehört hat, fragt sich, wieso es nach der tollen Originalaufnahme der US-Sängerin Linda Lyndell aus dem Jahr 1968 und dem ebenso tollen Cover von Salt’N’Pepa aus dem Jahr 1993 noch eine Version geben musste, die sehr chillig ist, wie Lena sagt, aber halt auch komplett nichtssagend.

Um das zu verstehen, muss man sich das Video ansehen, in dem Lena mit Schweighöfer und dem Schauspieler Milan Peschel rumsteht und etwas tanzt. Man kann dieses völlig öde Tun als nihilistischen Kommentar auf die Komödien von Til Schweiger und seinem Ziehsohn Schweighöfer begreifen. In denen machen schöne Menschen meistens auch nichts anderes als nichts. „Keinohrhasen“ und Co. sind auf Spielfilmlänge gewuppte Musik-Clips. Was für eine Frau: Aus dem Fräuleinwunder Lena ist eine Kulturkritikerin geworden.

Von Matthias Lohr

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