Behörden zensieren Ai Weiweis Gangnam-Tanz

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Wieder hat der chinesische Künstler und Regimegegner Ai Weiwei die Staatsmacht provoziert. Aber welche geringfügigen Mittel genügen, um die chinesischen Zensurbehörden zu reizen.

Jetzt hat der Star der documenta 2007 und Träger des Kasseler Bürgerpreises „Glas der Vernunft“ ein Video mit seiner Interpretation des populären Tanzes „Gangnam-Style“ auf einer chinesischen Plattform hochgeladen, in dem er kurz Handschellen schwenkt - prompt wurde das Video ein paar Stunden spätergelöscht.

Auch der Titel - auf Englisch „Grass Mud Horse Style“ (Grasschlammpferde-Stil) - kann in der chinesischen Schreibweise als vulgär empfunden werden und verweist auf frühere Protestaktionen Ai Weiweis. Der „Gangnam Style“-Tanz des südkoreanischen Rappers Psy gilt als beliebtester Clip in der Geschichte von Youtube. Zahlreiche Promi tanzen beim „Pferdetanz“ mit, bis zu UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, es gibt zahlreiche Parodien. Ai Weiwei begründete gegenüber AP, warum er sich unter die hüpfenden, fuchtelnden Gangnam-Tänzer gemischt hat.

Das Haus eines Freundes solle abgerissen werden. „Dauernd wird unsere Fröhlichkeit weggenommen und unsere Häuser zerstört.“ Auch Ais Atelier war dem Boden gleichgemacht worden. Es würden Pässe abgenommen, ständig kontrolliert. „Trotzdem haben wir jeden Morgen die Möglichkeit, anderen einen Anlass zum Lachen zu geben. Lachen ist wichtig.“ (vbs)

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