Cooles Konzert von Hugo Scholz und Jazz4Four im Theaterstübchen

Gefiel mit tollen Soli: Saxofonist Hugo Scholz. Links im Hintergrund Bassist Stefan Hering von Jazz4Four. Foto: Fischer

Kassel. Die Stadt kann sich glücklich schätzen. Was haben wir doch für großartige Jazzmusiker. Einen Beleg dafür lieferte das Konzert des vielseitigen Hugo Scholz und Jazz4Four am Dienstag im bestens gefüllten Theaterstübchen. Hugo Scholz (Saxofon, Querflöte, Gesang), Albrecht Schmücker (Posaune), Frank Sommerfeld (Gitarre) und Stefan Hering (Bass) – alle leben sie in Kassel.

Der einzige Exot in der Band ist Schlagzeuger Bernd Nawothnig – er kommt aus Göttingen. „One Foot In The Blues“ heißt das Programm, das die Musiker mit Blickrichtung auf den Blues, Soul und Funk im Jazz präsentierten. Das Fazit vorweg: Ein Ohrenschmaus.

Großartig die spieltechnischen Möglichkeiten der Musiker, großartig die eindringlichen und energetischen Stimmungsfarben und die musikalische Inszenierung. Die Interpretationen der Stücke, viele davon aus der Feder des schwedischen Posaunisten und Sängers Nils Landgren, hatten Feuer – Groove-Jazz mit feinen Saxofon-, Gitarren- und Posaunensoli, bisweilen aber auch romantische Wärme, wenn es um Balladen wie „Everything Must Change“ von Randy Crawford ging.

Scholz zeigte sich wieder mal als Multitalent das zwischen Saxofon, Querflöte – eine Verbeugung vor der legendären Band Jethro Tull – und Gesang pendelte. Seine Gesangsstimme hat viel Potenzial, auch singt er mit ungemein viel Leidenschaft. An die grandiosen Qualitäten, die er als Instrumentalist zeigt, reicht der Gesang jedoch noch nicht heran.

Auch für die Moderation war Scholz zuständig, und er fädelte dabei seine gewohnt liebenswert-schrägen Sprüche ein: „Ein Leben ohne Balladen ist möglich, aber sinnlos“, stellte er vor dem Stück „Alone Toge-ther“ fest. An Sprüchen stand ihm diesmal Posaunist Albrecht Schmücker nicht nach: „Der Hugo hat hier ’ne tragende Rolle – immer vor und nach einem Konzert.“

Ein tolles Konzert, das nicht nur musikalisch begeisterte.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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