Cooles Video von den Kasseler Rappern von "Laubfrosch"

Faszinierende Bilder: André May alias Dr. Rusk im Laubfrosch-Clip zu „Gone“. Fotos: Günther/nh

Kassel. Wer das Video zum neuen Lied der Kasseler HipHop-Formation Laubfrosch gesehen hat, wird seine Urlaubsfotos nur noch mit einem schlechten Gewissen im Bekanntenkreis zeigen.

Dreieinhalb Monate war der HipHopper André May alias Dr. Rusk im vergangenen Jahr mit seinem Kumpel, dem Fotografen und Filmemacher Jan David Günther, in Neuseeland.

Hier geht es zum Video.

Als die beiden losflogen, wussten sie kaum etwas über die Inseln im Pazifik - außer, dass „man dort bestimmt super fotografieren kann“, wie der 23 Jahre alte May sagt. Im Rucksack hatten sie nicht viel mehr als eine Digitalkamera, mit der sie ein atemberaubendes HD-Video drehten, das beim Rundgang der Kunsthochschule Premiere hatte und nun im Internet zu sehen ist.

Der viereinhalbminütige Clip zu „Gone“ zeigt May am Strand, in der Wüste, im Gebirge, in tiefen Wäldern und unter Wasser. Man wird ein bisschen neidisch, wenn man an seine eigenen Urlaubsfotos von den letzten Ferien auf Rügen denkt.

Eigentlich sollte es in dem dazugehörigen Track ums Reisen gehen, nun ist daraus ein hübsches Stück über das Suchen geworden, das jeden von uns antreibt.

Neues Video von den Kasseler Rapper von "Laubfrosch"

Auch die seit acht Jahren existierenden Laubfrösche haben lange gesucht. Mittlerweile haben May, Nico Kiefer alias Flay und DJ Christian Wilhelm alias Lord of Camster ihren funkigen HipHop zu einer Art Electro-Indie-Pop weiterentwickelt. Auf dem zweiten Album, das demnächst erscheinen soll, wird kaum noch gerappt.

www.yourgirllikes.com

Schon in „Gone“ dominiert die Stimme von Gastsängerin Katja Friedenberg. Während May und Günther in Neuseeland die Bilder drehten, bastelte Kiefer in Kassel an Beats und Melodie. Immer wenn er neue Bilder vom anderen Ende der Welt geschickt bekam, ärgerte er sich, dass er hiergeblieben war.

Aus Langeweile begann der 24-Jährige, Remixe anzufertigen. So gibt es auf der Laubfrosch-Seite mittlerweile Kiefers Versionen von Songs des R’n’B-Musikers John Legend und der Indie-Popper Foster The People. Remixe sind heute wie Videos eine gute Werbung für Musiker. Und vielleicht wirbt der „Gone“-Clip bald für Urlaub in Neuseeland: May hat es an das dortige Fremdenverkehrsbüro geschickt.

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