Le Corbusier wird Weltkulturerbe: Unesco nimmt zwei Häuser in Stuttgart auf

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Gehört jetzt zum Unesco-Welterbe: Das Le-Corbusier-Haus der Weissenhofsiedlung in Stuttgart.

Istanbul. Es ist geschafft: Nach zwei vergeblichen Anläufen sind zwei Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung des Stararchitekten Le Corbusier zum Weltkulturerbe ernannt worden.

Die Unesco nahm am Sonntag in Istanbul Bauten Le Corbusiers in sieben Ländern auf die Liste des Welterbes auf, wie die Kulturorganisation der Vereinten Nationen mitteilte.

Ursprünglich sollte die Entscheidung bereits am Samstag fallen. Das Welterbekomitee hatte seine Sitzung aber wegen des Putschversuchs in der Türkei für einen Tag unterbrochen.

Der internationale Antrag für die Aufnahme der Le-Corbusier-Bauten war zuvor zweimal abgelehnt worden. An der überarbeiteten Form haben sich sieben Staaten von drei Kontinenten beteiligt. Neben Deutschland waren das Argentinien, Belgien, Frankreich, Indien, Japan und die Schweiz.

Le Corbusier erregte mit seinen „Wohnmaschinen“ die größte Aufmerksamkeit. In seinem Doppelhaus lässt sich das Wohnzimmer durch Schiebewände und Schiebebetten in mehrere Schlafzimmer verwandeln. Der Antrag betonte die herausragende Bedeutung Le Corbusiers für die Architektur des 20. Jahrhunderts und als Zeugnis der Globalisierung der Moderne.

Die zwei Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung des schweizerisch-französischen Architekten und Stadtplaners Le Corbusier (1887-1965) sind die einzige Nominierung aus Deutschland gewesen. Berühmt wurde Le Corbusier durch die Kapelle Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp bei Belfort.

Außerdem nominiert

Weitere neue Welterbestätten sind 30 mittelalterliche Grabstätten in Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Serbien sowie die antiken Stätten Philippi in Griechenland, Ani in der Türkei und Nalanda Mahavihara in Indien. Neu auf der Welterbeliste sind auch die Neandertaler-Höhlen von Gibraltar, die Dolmenstätten von Antequera in Andalusien, das Qanat-Bewässerungssystem im Iran und Felsmalereien der Kulturlandschaft am Hua Shan und am Fluss Zuo Jiang in China. (dpa)

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