Cornissimo Cassel: Vielfalt der vier „Zauberhörner“

Markus Brenner

Baunatal. So vielfältig der Klang von vier gemeinsam musizierenden Hörnern sein kann, so abwechslungsreich war das Konzert des Hornquartetts Cornissimo Cassel aus Musikern des Staatsorchesters am Sonntag in der Musikschule Baunatal.

Joachim Pfannschmidt, Johannes Lamotke, Kathrin Duschmalé und Markus Brenner gaben mit der eher selten zu hörenden Besetzung vor rund 50 Zuhörern ihre Premiere bei den Baunataler Kammerkonzerten. In einem fast zweistündigen Konzert schufen die vier Musiker einen abwechslungsreichen Querschnitt durch vier Jahrhunderte.

Dass da nicht alle Werke ursprünglich für Horn komponiert waren, machte nichts. Im Gegenteil: So strahlten etwa die eingangs gespielten vier kurzen Sätze von Michael Praetorius in feierlichem Glanz.

Auch eine komplizierte Gigue von Bach schwang in federndem Puls. Überboten wurde dieser allerdings von der auffallend virtuos interpretierten Ouvertüre aus Mozarts „Zauberflöte“, die Joachim Pfannschmidts humorvoller Moderation nach bestimmt bald in „Zauberhorn“ umbenannt werde.

Zum Hinsehen wie zum Hinhören besonders interessant wurde es mit „Le crépuscule“ von Pascal Proust: Markus Brenner brachte hier, begleitet vom Horntrio, ein großes Alphorn zum durchdringenden Klingen. Anschließend waren vier Wagnertuben in einem Andante von Anton Bruckner zu hören.

Nach einem folkloristisch inspirierten Werk von Leopold Mechura, Humperdincks „Abendsegen“ und zwei lebensfrohen Trios von Anton Reicha wechselten die vier Musiker mit Werken von Hindemith, Jan Kotsier und einem Traditional in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Zum genauso virtuosen wie rhythmisch pointierten Abschluss wurde „Crazy Horns“ von Thomas Peter-Horas, dem dank der großen Ausdauer der Interpreten zwei Zugaben folgten.

Von Felix Werthschulte

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