Dada aus der Zukunft:

Unterwegs in merkwürdigen Welten: (von links) Mirjam Henß, Birgit Kaiser, Steffen Modrow und Axel Kretschmer. Foto: Schachtschneider

Kassel. Nur weil der Raumtransporter 330 Millionen Jahre Verspätung hat, kommen unsere Helden in einer Zukunftswelt an, die nur noch aus grauen Zinkobjekten besteht, chemisch Zn 30 und titelgebend für einen neuen, ebenso feinsinnigen wie wunderbaren Performance-Spaß.

Unsere Helden, die Tänzerinnen Mirjam Henß und Birgit Kaiser, sowie die Musiker/Pantomimen Axel Kretschmer und Steffen Moddrow erkunden, in quietsch-bunte Raumanzüge gepellt, mit größter Ernsthaftigkeit das Terrain.

Diese liebevoll-skurrile Hommage an das Science Fiction-Genre lässt kaum eine Anspielung, ein Zitat vermissen. Schon der eigens geschaffene Soundtrack vom Playback schafft mit seinen Beeps und Zongs die richtige Textur für die Exploration merkwürdiger Welten. Dazu kommt das live gespielte Kult Casio aus der DADADA-Zeit und irgendwann ein riesiges, auf den Zinkwannen getrommeltes Donnerwetter.

Das Quartett zelebriert Raumschiff-Orion-Tänze, und Henß und Kaiser schlängeln sich elegant, dann wieder schräg durch den Orbit und stecken schon mal kopfüber in einem Bottich. Die Wannen und Kannen tragen Namen wie „2001“ oder werden mit Nasa-Symbol zur Raumkapsel oder aufgeschichtet zur Stellar-Lampe.

In einem Raumquadranten- Spiel gilt es schließlich, Elemente in der richtigen Reihenfolge zu stapeln, Die dritte Wanne in diesem Turm hört auf den Namen DADA und ist, wie der ganze Abend ein idealer Gruß zum Vorabend des 100. Jubiläums der gleichnamigen Bewegung.

Lang anhaltender Applaus, auch für die Kostüme von Franziska Hesse und das abschließende „Wir beamen uns dann mal weg“-Video von Kilian Kretschmer.

Wieder am Sonntag, 18 Uhr.

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