Danh Vo und das Märchenland des Westens

Im Herbst hat der 1975 in Vietnam geborene Däne Danh Vo im Kasseler Fridericianum Fragmente des 1:1-Nachbaus der New Yorker Freiheitsstatue gezeigt. Nun stellt er im Kunsthaus Bregenz aus, und wieder verbindet er auf beeindruckende Weise die Geschichte seiner Familie mit Fragen des Kolonialismus, der Globalisierung und kulturellen Identität. Der Westen erscheint bei Danh Vo, dessen Eltern aus Vietnam geflohen waren, wegen materieller Verlockungen als Märchenland. Dazu passt, dass er wie in Kassel handschriftlich kopierte Märchentexte verteilen und in Goldschrift drucken ließ. Auch Pappverpackungen von Whisky und Coca-Cola ließ er mit echtem Blattgold überziehen (Foto: Tretter/nh). Ein Thema, unterschiedliche Reaktionen: Auf der documenta wird die koffeinhaltige Limo aus den USA verpönt sein, Danh Vo setzt sich mit Inbegriffen westlicher Konsumgüter und deren globaler Reichweite künstlerisch auseinander. (vbs) Bis 24. Juni, www.kunsthaus-bregenz.at

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