Doppelkonzert im Schlachthof:

Saitenzauber mit Wuthe & Faust und Vicente Patiz

Reiselustiger Gitarrenvirtuose: Vincente Patíz. Foto: Malmus

KASSEL. Sie hätten nicht unterschiedlicher sein können, die beiden Gänge des Musikmenüs beim Saitenzauber-Festival am Mittwoch.

Das Kasseler Singer-Songwriter-Duo Wuthe & Faust machte im nicht ganz voll besetzten Kulturzentrum Schlachthof einen Auftakt, der genau das Richtige war für Melancholiker und alle, die es werden wollen. Mit passendem Understatement wurden gedämpft stimmungsvolle Balladen und Abstecher in Country-Gefilde serviert - inbegriffen abwechselnder Lead-Gesang und zweistimmige Vokalsätze.

Ein sehr ansprechender Auftritt von Jan Hampicke und Maik Garthe. Den Namen Wuthe & Faust haben sie übrigens von den Mädchennamen ihrer Mütter.

Understatement war dann nicht unbedingt die Sache von Vicente Patíz, der sich als klangmalender Gitarrenvirtuose und locker parlierender Unterhalter vorstellte. Einen Weltrekord hat er ohnehin in der Tasche, denn vor zwei Jahren gab er Konzerte in acht europäischen Ländern innerhalb von 24 Stunden.

Und dann hat es Rumms gemacht

Reiselust sprach auch aus der Musik des Erzgebirgers, der eigentlich Jörg Patitz heißt. Zum Beispiel, als er mit Loops eine wuchernde musikalische Amazonas-Landschaft hinlegte und zusätzlich Flöte und Didgeridoo zum Einsatz brachte. Die mediterranen Töne beherrscht er wie die zarten Flageoletts und das rockige Rumms.

Zwei Zugaben, eine schnelle und eine langsame, wollte das Publikum von dem Gitarren-Charmeur. Zuvor wurde es familiär mit einer Hommage, deren liebe Aussage lautete: Mutti ist echt cool.

Abschluss des Saitenzauber-Festivals: Freitag, 21 Uhr,

Schlachthof: Siyou’n’Hell

Von Georg Pepl

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