Geschichte des Täters ist noch nicht zu Ende

Kieler Tatort: Durfte der Mörder entkommen?

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Er entkommt den Ermittlern: Kai Korthals (Lars Eidinger) dringt immer wieder in die Wohnungen mehrerer Frauen ein und bringt zwei von ihnen um. Die Kommissare Borowski und Brandt schnappen ihn zwar, doch ihm gelingt die Flucht.

Selten waren die Gemüter der Zuschauer so erhitzt wie beim Kieler „Tatort“ am vergangenen Sonntag. Im Internet-Forum der Seite tatort-fundus.de und auf Facebook wurde eifrig diskutiert. Die Bildzeitung widmete der Sendung heute eine halbe Seite. Das Besondere: Der Mörder entkommt den Ermittlern.

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Erst die letzte Szene gibt die Wendung: Als die Tür des Krankenwagens aufgeht, in dem Frauenmörder Kai Korthals (Lars Eidinger) liegen soll, ist die Pritsche leer. Wie er entkommt, bleibt unklar. Ob er wiederkehrt, auch. Schließlich hatte er zuletzt Ermittlerin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) im Visier.

Wie der NDR auf Anfrage verriet, habe sich die Redaktion für das Ende entschieden, weil es der Figur Kai Korthals entspreche. „Kai ist ein ,Lockpicker‘, jemand, der alle Schlösser knacken kann. Deshalb gelingt es ihm auch, sich aus dem Krankenwagen zu befreien“, sagte NDR-Sprecherin Iris Bents.

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Den Fall endgültig ruhen lassen, wollen die Macher allerdings nicht. Kai Korthals könnte schon bald sein Comeback haben. Gerüchte über eine Fortsetzung bestätigte der Sender gestern. Demnach arbeite die Redaktion mit „Tatort“-Autor Sascha Arango bereits an einem neuen Stoff. „Wir würden uns sehr freuen, wenn der fantastische Schauspieler Lars Eidinger noch einmal in einem NDR- „Tatort“ zu sehen sein würde“, sagte Bents der HNA.

Doch nicht alle scheinen von dem offenen Ende des Falls begeistert. „Ein Mörder darf nicht entkommen“, sagte „Tatort“-Erfinder Gunther Witte der Bildzeitung. „Vom „Tatort“ wird eine klare Aussage erwartet.“ Auch Schauspieler Axel Milberg soll überrascht über die Flucht des Mörders gewesen sein. „Ich habe gedacht, man schneidet das offene Ende bestimmt raus.“

Der nächste „Tatort“ mit dem Ermittler-Duo Borowski/Brandt ist am 14. Oktober zu sehen. Dass sich Kai Korthals schon dann wieder zurück auf die Bildschirme schleicht, ist allerdings unwahrscheinlich.

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