McConaughey spielt in „Der Mandant“ einen zwielichtigen Anwalt

Sexsymbol Matthew McConnaughey im Interview: "Das Duell glaubhaft gestalten"

Im diese Woche anlaufenden Thriller „Der Mandant“ erlebt man Matthew McConaughey einmal nicht in seiner sonst oft gespielten Rolle als Herzensbrecher. Als Anwalt muss er einen Mord aufklären.

Wie sehr gehen Ihnen die Fragen nach Ihrem Status als Sexsymbol auf die Nerven?

Matthew McConaughey: Überhaupt nicht, denn ich weiß ja, dass die Leute solche Dinge interessieren. Schön, wenn wohlgeformte Bauchmuskeln manche Menschen inspirieren, für mich selber war das nie ein großes Thema. Natürlich muss man auch an sich arbeiten: Ich laufe gern und mache Gymnastik. Wenn ich mir für eine Rolle einen Bauch zulege, entkomme ich dem Thema übrigens auch nicht, dann fragt man: Was ist mit dem Sixpack passiert?

In diesem Film können Sie zeigen, wie Sie verkatert aussehen. Ist der „Mandant“ das Gegenmittel für Ihr Image?

McConaughey: Das ist kein Gegenmittel für mein Image, das ist ganz einfach die Rolle. Dieser Typ hat gerade seinen besten Freund verloren, danach geht keiner fröhlich durchs Leben. Was nicht heißt, dass der fröhliche Frauenschwarm aus meinen Komödien weniger wertvoll wäre.

Warum haben Sie auf Proben mit Ihrem Gegenspieler Ryan Philippe verzichtet?

McConaughey: Ich wollte mich von Ryan überraschen lassen und er von mir. Das funktioniert am besten, wenn man ganz auf Proben verzichtet. Im Film treffe ich auf die Figur ganz plötzlich, das wollten wir bei den Dreharbeiten genauso halten, um dadurch dieses Duell möglichst glaubhaft zu gestalten.

Wie sehr genießen Sie es, sich selber auf der Leinwand zu sehen?

McConaughey: Beim ersten Mal ist es für mich schwierig, denn ich habe ein gutes Gedächtnis und kann mich erinnern, was an diesem Drehtag schiefgelaufen ist.

Was macht Sie glücklich?

McConaughey: Es macht mich glücklich, wenn ich mich auf etwas freuen kann. Ich kann mich heute zum Beispiel darauf freuen, dieses Interview zu geben. Mein Sohn wollte, dass ich ihm ein kleines Flugzeug mitbringe. Dass wir damit stundenlang spielen werden, wäre wiederum so ein Moment, dem man gern entgegensieht.

Wenn man Internet-Gerüchten glauben darf, waren Sie schon im Gefängnis.

McConaughey: Stimmt. Ich wurde verhaftet, weil ich nackt in meinem Haus herumgelaufen bin. Einige Nachbarn hatten die Polizei gerufen. Das hat mir zwei Tage Knast eingebracht. Trotzdem lasse ich mich nicht abhalten - bislang haben mich die Nachbarn aber nicht mehr erwischt.

Wie werden Sie Ihrem Sohn in 15 Jahren erklären, wie sein Vater zum „Sexiest Man Alive“ gekürt wurde?

McConaughey: Das weiß er ohnehin, denn sein Papa ist sehr lustig - und Humor macht schließlich sexy. Das weiß übrigens auch seine Mutter.

Sein Leinwand-Debüt gab der gebürtige Texaner Matthew McConaughey (41) mit Richard Linklaters schräger Komödie „Dazed & Confused“. Danach machte McConaughey schnell Karriere. Joel Schumacher gab ihm die Hauptrolle im Politkrimi „Die Jury“, für Steven Spielberg trat er in „Amistad“ auf, und an der Seite von Jodie Foster spielte er im Alien-Drama „Contact“. 2005 wurde der blauäugige Schönling vom „People Magazine“ zum „Sexiest Man Alive“ gekürt, entsprechend gerne wurde er als charmanter Frauenschwarm in Filmen à la „Wedding Planner“ besetzt. Vor der Filmausbildung hat er ein Jurastudium abgebrochen. Er ist fest mit einem Model liiert und hat zwei kleine Kinder.

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