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Das Ensemble am Staatstheater Kassel hat viele neue Gesichter – Wir stellen sie vor

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Von: Kirsten Ammermüller

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Das sind die Neuen: Pei-Chen Tsai (von hinten links), Kiley Dolaway, William Lundberg, Adriana Stefanakova, Joel Leupi, Imogen Burrell; (vorne v.links) Apollonas Anastasiades, Almog Adler, Selene Martello, Leo Terris, Andréanne Brosseau, Girish Kumar Rachappa, Klil Ela Rotshtain, Lieke van der Linden.
Das sind die Neuen: Pei-Chen Tsai (von hinten links), Kiley Dolaway, William Lundberg, Adriana Stefanakova, Joel Leupi, Imogen Burrell; (vorne v.links) Apollonas Anastasiades, Almog Adler, Selene Martello, Leo Terris, Andréanne Brosseau, Girish Kumar Rachappa, Klil Ela Rotshtain, Lieke van der Linden. © Andreas Fischer

Zahlreiche neue Gesichter gibt es im Ensemble von Tanz Kassel am Staatstheater. Wir zeigen, wer die neuen im Schauspielhaus sind.

Allein zehn Interns (Praktikanten) haben jedes Jahr die Möglichkeit, ihr Pflichtpraktikum am Ende ihrer Ausbildung am Staatstheater zu absolvieren. Dabei werden sie als volle Ensemblemitglieder betrachtet und sind fester Bestandteil der zahlreichen Produktionen in der Saison. Außerdem gibt es vier neue Mitglieder der Compagnie.

Pei-Chen Tsai (Intern) aus Taiwan, studierte an der Anton-Bruckner-Universität in Linz. Zeitgenössischer Tanz gibt der jungen Tänzerin die Freiheit, ihre wahren Emotionen auszudrücken, eine Erfahrung, die sie im Gegensatz zum klassischen Ballett sehr schätzt. In Kassel möchte sie von den unterschiedlichen Choreografen lernen und für das Publikum strahlen.

Kiley Dolaway aus den USA, absolvierte ihre Tanzausbildung am Conservatory of Dance am Purchase College New York. 2017 und 2018 war sie Teilnehmerin des Springboard Danse Montréal, unter anderem in einer Produktion von Johannes Wieland. Die eigene Kreativität zu kanalisieren, um sich selbst und andere zu verzaubern und Freude zu schenken, das macht für sie den Tanz aus.

William Lundberg (Intern) aus Schweden, studierte an der Ballettakademie Stockholm. Tanz als roher Ausdruck und als Reaktion auf Emotionen und Musik in raffinierter Weise dem Publikum erfahrbar zu machen, ist die Herausforderung für den Tänzer, auf die er sich in Kassel besonders freut.

Adriana Štefaňáková (Intern) aus Tschechien, studierte an der Codarts-Hogeschool voor de Kunsten Rotterdam. Der Reiz des Zeitgenössischen Tanzes sei ein tieferer Sinn, der über Emotionen erfahrbar gemacht werden könne, meint die Tänzerin, die in der Produktion des Jungen Staatstheaters (Just) „Hey, Alter!“ zu sehen ist.

Joel Leupi (Intern) aus Deutschland und der Schweiz, studierte an der Codarts-Hogeschool voor de Kunsten Rotterdam. Eine unendliche Entdeckungsreise ohne Limits und Grenzen, sei der Zeitgenössische Tanz. Gleichzeitig habe er durch ihn gelernt, empfindsam und sensibel zu leben und sich selbst und anderen Menschen so zu begegnen.

Imogen Burrell (Intern) aus Deutschland, studierte an der Artez University of the Arts Arnhem. Der zeitgenössische Tanz setzt für sie der Gesellschaft, die sie als rational geprägt empfindet, etwas entgegen. Denn Tanz funktioniere nur auf einer Sinnesebene.

Apollonas Anastasiades (Intern) aus Zypern, studierte an der Artez University of the Arts Arnhem. Der Zeitgenössische Tanz als physische Kunst gibt ihm die Freiheit, sich selbst auszudrücken und gleichzeitig seine Kunst mit anderen zu teilen.

Almog Adler (Intern) aus Israel, studierte am Maslool Professional Dance Program – Bikurey Ha’ltim Arts Center Tel Aviv. Schon als Kind habe sie getanzt, es sei ihre Leidenschaft, die durch die Verbindung mit der Musik gestärkt sei. Wie funktioniert eine Compagnie und wie kann sie selbst Teil davon werden, mit diesen Fragen ist die Stipendiatin der Szloma-Albam-Stiftung Berlin zum Praktikum nach Kassel gekommen.

Selene Martello aus Italien, studierte an der Zürcher Hochschule der Künste. Von 2017 bis 2021 war sie Mitglied beim Ballett Theater Pforzheim. Ohne Limits und frei von Missverständnissen ist der Zeitgenössische Tanz für sie ein Weg, sich zu öffnen und der Kommunikation. Martello freut sich, dass sie ab dieser Spielzeit festes Ensemblemitglied ist, nachdem sie in der vorherigen Saison als Gast ans Staatstheater gekommen war.

Leo Terris (Intern) aus den USA, studierte am Maslool Professional Dance Program – Bikurey Ha’ltim Arts Center Tel Aviv. Er hat ein Scholarship (Stipendium) der Szloma-Albam-Stiftung Berlin für sein Praktikum erhalten. Tanzen würde ihm viele Möglichkeiten bieten, sich selbst in der Welt zu erleben. Das sei einerseits sehr anspruchsvoll, würde andererseits auch ein hohes Maß an Ehrlichkeit erfordern. Zwei Aspekte, die er im Praktikum priorisiert.

Andréanne Brosseau (Intern) aus Kanada, studierte zunächst an der Ballettakademie Ballet Divertimento, Montreal, schloss ihren Bachelor an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien ab. Der Zeitgenössische Tanz würde ihr im Gegensatz zum Ballett das Gefühl geben, viel mehr sie selbst sein zu können. Brosseau ist in „Hey, Alter!“ des Just zu sehen.

Girish Kumar Rachappa aus Indien, studierte am Attakkalari Centre for Movement Arts Bangalore sowie an der Contemporary Dance School Hamburg und war nach seiner Ausbildung zunächst freiberuflich tätig. Der Tanz bietet ihm die Möglichkeit, Erfahrungen, Geschichten und politische Ansichten mit anderen und vor allem dem Publikum zu teilen. Entscheidend sei nicht, was wahr und was falsch sei, sondern wie es ausgedrückt würde.

Klil Ela Rotshtain aus Israel, studierte am Maslool Professional Dance Program – Bikurey Ha’ltim Arts Center Tel Aviv und war in der vergangenen Spielzeit als Intern am Staatstheater Kassel. Der Tanz habe zwei verschiedene Seiten, die ihr beide wichtig seien. Einerseits die intellektuelle und emotionale Art der menschlichen Kommunikation. Auf der anderen Seite den eigenen Körper als Werkzeug zu begreifen, der diese Dinge zustande bringt.

Lieke van der Linden (Intern) aus den Niederlanden, studierte an der Codarts-Hogeschool voor de Kunsten Rotterdam. Tanz ist für sie eine Art der Kommunikation, die keiner Worte bedarf. Nach der Schule gäbe es so viele Eindrücke, dass sie das Praktikum nutzen möchte, um herauszufinden, was sie wirklich machen will.

Das ganze Ensemble ist in den nächsten Vorstellungen von Tanz Kassel zu erleben: „Janus“ 27.11., 2. und 11.12., „Dornröschen“ 16., 20., 23. und 26.12. und „Hey, Alter!“ 6.,7., 13.14.12.. Tickets und Termine: staatstheater-kassel.de (Kirsten Ammermüller)

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