David Werker erzählt im Musiktheater vom Erwachsenwerden

Beleuchtet die komische Seite des Erwachsenwerdens: Comedian David Werker. Foto: Malmus

Kassel. Wie soll es eigentlich weitergehen? Nach seinem abgebrochenen Germanistikstudium - so bezeichnet Deutschlands lustigster Student seinen Bachelor-Abschluss - will Comedian David Werker ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft werden und stellt bei den ersten Gehversuchen in der Erwachsenenwelt fest:

„Es kommt anders, wenn man denkt.“ Mit seinem gleichnamigen Bühnenprogramm war der Gewinner des Deutschen Comedypreises von 2012 am Donnerstagabend im Kasseler Musiktheater zu Gast.

Bis vor Kurzem hatte David Werker noch viel zu Hause rumgelegen und versucht, mit Atmen und Blinzeln nicht durcheinanderzukommen. Aber jetzt, wo seine Freunde heiraten und Eltern werden, will auch er sein Leben in die eigene Hand nehmen. Dabei findet er heraus, dass das Wichtigste beim Bankgespräch die Kekse sind, die angeboten werden, dass dubiose osteuropäische Autoverkäufer seriöser sind, als man denkt, und dass das Leben zum Glück kein Monopoly ist, da er sonst im Gefängnis säße und keine 4000 Euro einziehen könnte.

Aber mit einer sicheren Finanzlage im Rücken - „Ich bin nicht nur Sohn, sondern auch Enkel und Neffe“ - kann er sich sogar eine gemeinsame Wohnung mit seiner Freundin leisten. Da stört es auch nicht, dass er seine geliebte Luftmatratze gegen ein Bett eintauschen muss, bei dem Seriennummer und Preis die gleiche Länge haben.

Die verrückten Geschichten aus dem Leben eines Endzwanzigers, gepaart mit allerhand pointierten und absurden Lebensweisheiten, ließen das Zwerchfell des kleinen Publikums, das der 27-jährige Comedian scherzhaft als seine Kasseler Therapiegruppe bezeichnete, erbeben.

In familiärer Atmosphäre ergründete der gebürtige Duisburger zusammen mit seinen Zuhörern die komische Seite des Erwachsenwerdens und erntete dafür viel Applaus.

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