Grauer Bus erinnert an Euthanasie-Opfer

Denkmal in Bewegung

Transport zur Ermordung: Der graue Bus in Stuttgart. Foto: nh

Kassel/Stuttgart. Es ist ein Denkmal, das seit einigen Jahren seinen Standort wechselt: Zwei in Beton gegossene, 70 Tonnen schwere Busse erinnern an die Euthanasie genannte Vernichtung psychisch kranker und behinderter Menschen im Nationalsozialismus. Entworfen haben das Mahnmal die Künstler Horst Hoheisel (Kassel) und Andreas Knitz (früher Kassel, jetzt Ravensburg).

Ein Beton-Bus, der den Transportfahrzeugen der Euthanasie-Opfer in die Vernichtungsstätten nachgebildet ist, blockiert dauerhaft die alte Pforte des Zentrums für Psychiatrie in Ravensburg-Weißenau, der andere hat nach Stationen in Berlin und Brandenburg an der Havel vorübergehend einen Platz vor dem Stuttgarter Schloss gefunden. Vom nahen damaligen Innenministerium aus wurde das ehemalige Samariterstift Grafeneck beschlagnahmt, wo heute vor 70 Jahren fabrikmäßige Tötungen begannen. Mit Gedenkveranstaltungen wird heute am „grauen Bus“ daran erinnert. (vbs) www.dasdenkmaldergrauenbusse.de

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