„Der Schlauberger haut drauf“ - Neue Sprachschau mit Reinhard Berger

Starkes Selbstbewusstsein, gepflegtes Niveau: Reinhard Berger (links) und Host Seidenfaden nehmen Sprachverwirrung aufs Korn. Foto: nh

Kassel. Seit vier Jahren beschäftigt sich der Schlauberger alias Reinhard Berger (59) in einer wöchentlichen Kolumne dieser Zeitung mit sprachlichen Entgleisungen aller Art, die zum größten Teil von unserer Leserschaft aufgespürt wurden.

Daraus entstanden nicht nur Schlauberger-Bücher und die Leserbilder-Galerie, sondern auch die Schlauberger-Show. Jetzt präsentiert der Schlauberger mit Horst Seidenfaden (54), dem Experten fürs Nordhessische, ein neues Programm unter dem Titel „Oldies glänzten am Rüssel“. Wir sprachen mit Reinhard Berger.

Was hat der Schlauberger in seiner Show Neues zu bieten?

Reinhard Berger: Das gesamte Programm ist neu, und das ist vor allem das Verdienst unserer Leser, die den Schlauberger unermüdlich mit Bildern und Texten aus aller Welt zum Thema Sprache versorgen. Das summiert sich auf 30 bis 40 Zuschriften pro Woche.

Und welche Rolle nimmt der Schlauberger selbst dabei ein?

Berger: Er ist ein Zyniker, und zwar einer mit starkem Selbstbewusstsein und mit gepflegtem Niveau. Er nimmt Sprachpanscher und sprachliche Wichtigtuer und haut drauf. Schweinkram gibt es nicht - höchstens ein paar Missverständnisse.

Welche Rolle spielt Horst Seidenfaden in dem Programm?

Berger: Er verkörpert den nordhessischen Ureinwohner mit seinem allseits gefürchteten Holzfällercharme. Zum Beispiel als Tierpsychologe Dr. Bär aus Ochshausen.

Um welche Themen geht es?

Berger: Ums Zwischenmenschliche. Das zeigt sich in der Zeitung wie auf dem Fußballplatz, beim Gebrauch von Fremdwörtern und bei den Themen Essen und Trinken. Das ereignet sich im Radio und auch, wenn ein Nordhesse in Frankfurt Taxi fährt.

Der Schlauberger präsentiert eine Sprachshow - aber das multimedial. Wie geht das?

Berger: Natürlich stehen Schlauberger und Seidenfaden selbst auf der Bühne, wo sie alle Sinne ansprechen: Mit einer großen Tonanlage für die Radiopannen und mit einer sechs Meter breiten Leinwand für die bildlichen Irrtümer dieser Welt.

Müssen die Zuschauer bei der Show auch mitmachen?

Berger: Zuschauer sind Zuschauer. Wir arbeiten noch selbst.

Premiere: Freitag, 19. August Märchenbühne Gudensberg (Schwalm-Eder-Kreis), 21 Uhr. Einlass ab 19 Uhr in den Stadtpark, wo im Freien Essen und Trinken angeboten wird. Karten: Bürgerbüro der Stadt Gudensberg, Rathaus, Tel. 05603/ 9330, Vorverkauf: 12 Euro, Abendkasse 15 Euro. Die nächsten Termine: 29.10. im Scala-Varieté Fritzlar, 18.11. im Haus Schönewald, Fuldatal-Simmershausen.

Von Werner Fritsch

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