Roswitha-Preis für Olga Martynova

Ihr Deutsch ist wie Quecksilber

Olga Martynova Foto:  Niesen

Bad Gandersheim. Olga Martynova schreibt ihre Gedichte auf Russisch, ihre Essays und Prosa auf Deutsch. Für ihren 2010 erschienen Erstlingsroman „Sogar Papageien überleben uns“ zeichnete die Stadt Bad Gandersheim die in Frankfurt/Main lebende Autorin am Freitagabend im Gandersheimer Dom mit dem Roswitha-Literaturpreis aus, der mit 5500 Euro dotiert ist.

Der Roswitha-Preis wird an Frauen vergeben in Erinnerung an die Dichterin Roswitha von Gandersheim (um 930 bis um 980). Er gehört zu den renommiertesten deutschen Literaturpreisen für Frauen. Zu den 36 Preisträgerinnen seit 1973 zählen Marie-Luise Kaschnitz, Ulla Hahn, Monika Maron, Katja Lange-Müller und Cornelia Funke.

Kritikerin Sigrid Löffler sagte in ihrer Laudatio, Olga Martynova schreibe „in einem wunderbar leichthändigen, geschmeidigen quecksilbrigen Deutsch, dessen virtuose Beherrschung man manchem muttersprachlichen Autor nur wünschen könnte“. Ihr Roman sei eine literarische Beschwörung des verschwundenen Sankt Petersburg und seiner untergegangenen Kultur, Kunst und Lebensart. Er handele von der Liebesaffäre Marinas mit Sankt Petersburg, doch er handele auch und zuvorderst von der Liebe. (zhp)

Olga Martynova: Sogar Papageien überleben uns Droschl, 208 S., 19 Euro.

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