Tribut an den King of Pop: Michael-Jackson-Show in der Kasseler Stadthalle

Dicht dran am Original

Er gab alles: André Santisis präsentierte in der Show „Who’s bad“ Michael Jacksons Meilensteine der Pop-Geschichte. Foto: Malmus

Kassel. Er tanzt wie Michael Jackson, er sieht dem „King of Pop“ recht ähnlich, und er singt auch mit täuschend ähnlicher Stimme. André Santisi ist seit 1996 professioneller „Michael Jackson Representer“, also Imitator, und Star der aktuellen Michael-Jackson-Tribute-Bühnenshow „Who’s Bad“. Sie machte am Freitagabend in der Kasseler Stadthalle Station.

Eine Show, die zum Ziel hat, aus dem toten „Jacko“ nochmal richtig Kapital zu schlagen, lästerten am Anfang viele Kritiker. Nicht ganz zu unrecht, doch wissen die Produzenten Werner und Oliver Forster, was sie tun. Sie haben auch schon Tribute-Shows wie den Queen-Renner „We are the Champions“ auf die Bühne gebracht. Die neue Show soll vor allem den Fans „ihren“ Michael ganz nahe bringen und ein Live-Erlebnis präsentieren. Das gelingt dank einer großartigen Ensemble-Leistung.

Denn obwohl Santisi atemberaubend, energiegeladen und originalgetreu bis zum perfekten Moonwalk zu vielen Hits, angefangen mit „Jam“ über „Dangerous“, „Billy Jean“ bis zu „Thriller“ tanzt, ist der Gesang doch nur zu einem guten Teil seine eigene Stimme. Der Rest ist Playback. Was verständlich ist - so gut singen und tanzen zugleich könnte wohl außer Michael Jackson persönlich kaum jemand.

Aber auch Santisi gibt alles - und weitaus mehr, als in anderen Michael-Jackson-Shows zu sehen ist. Ein fliegender Kostümwechsel, eine abwechslungsreiche Bühnenshow mit erstklassigen Tänzern und tollen Choreografien sowie die drei Backroundsänger Maren Reimann, Moses Lehauli und Carina Lehmann sorgen für Stimmung in der Stadthalle. Die Tänzer tauchen in bemerkenswerten Ägypten-Outfits zu „Do you remember“ oder zu einer Zombieparty bei „Thriller“ auf.

Als das Publikum lautstark nach Zugaben ruft, kommen auch 15 Schüler, allesamt Mitglieder des Oberstufenchores des Kasseler Wilhelmsgymnasiums, die sich zur Teilnahme bei „Heal the world“ beworben hatten, auf die Bühne und stimmen das Stück mit dem gesamten Ensemble an. Am Ende ist klar: Songs, die sich als Meilensteine der Pop-Geschichte etabliert haben, so dicht am Original dargeboten - das hat die Zuschauer in der gut gefüllten Stadthalle begeistert.

Von Alexander Pluquett

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