Woods of Birnam mit Schauspieler Christian Friedel verblüfften im Schlachthof

Dicht gewebte Klangteppiche

Schauspieler und Musiker Christian Friedel. Foto: dpa

KASSEL. Nur knapp dreißig Besucher genossen am Mittwochabend im Schlachthof das großartige Konzert der Dresdener Gruppe Woods of Birnam mit Frontmann Christian Friedel. Erst am vergangenen Sonntagabend konnte man den Sänger und Schauspieler im TV-„Polizeiruf 110“ erleben. Er wirkte auch in den Filmen „Elser“, „Das weiße Band“ und „Amour fou“ mit. Woods of Birnam’s neuer Song „I’ll Call Thee Hamlet“ schaffte es in Til Schweigers Kinohit „Honig im Kopf“.

Als Support bereitete Singer/Songwriter David Jonathan das Feld für Woods of Birnam mit Unterstützung von E-Gitarre, Keyboard, Loops, vielen Effektgeräten und guter Gesangsstimme.

Den Bandnamen haben die fünf Musiker sich von keinem Geringeren als William Shakespeare und seinem Drama „Macbeth“ entliehen. Dasselbe gilt für diverse Texte ihres aktuellen Albums. Die dramatisch-intensive Musik dazu stammt überwiegend aus der Feder von Sänger und Gelegenheitskeyboarder Friedel. Was dieser und seine schwarz gekleideten Begleiter aus der früheren Synthie-Pop-Band Polarkreis 18 darboten, waren atmosphärisch dicht gewebte Klanggebilde – rhythmisch präzise und spannend gestaltet, mit sinnvollen Takt- und Tempowechseln, sowie teilweise überraschenden Schlüssen.

Getragen von satten Synthesizersounds und Friedels starker, hoher Stimme wirkten die Songs hymnenhaft und hatten die Klasse von Ohrwürmern, trotz erstmaligen Hörens, hatten gar Tanzqualität. Man kann sich diese Band ohne Probleme auch in größeren Hallen und bei Festivals vorstellen. Das Publikum –„Na, Kassel!“ – war dementsprechend hingerissen und rang der Gruppe nach deren doch recht kurzem Set noch zwei Zugaben ab, darunter „Purple Rain“ von Prince in ganz neuem Gewand.

Von Wolfgang Wollek

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