"Die beste Band der Welt": Steppin’ Out im Theaterstübchen

Alles andere als besinnlich: Steppin’ Out mit (von links) Rolf Denecke, Hugo W. Scholz und Marcus Wickel. Foto: Proft

Kassel. Als „die beste Band der Welt“ wurden Steppin’ Out am Montagabend den etwa 200 Zuschauern im Theaterstübchen angekündigt.

Bereits seit 18 Jahren steht die Formation gemeinsam auf der Bühne, und auch an diesem Abend enttäuschte die weltmeisterlich angekündigte Band wie gewohnt niemanden.

Der Auftritt war für die vier Nordhessen ein Heimspiel. „Das Theaterstübchen ist eine Perle unter den Clubs“, schmeichelte Sänger und Frontmann Hugo W. Scholz und zog für die nächsten zweieinhalb Stunden das Publikum mit seiner etwas schrägen und unverstellten Art in seinen Bann. Bekannten Bluesrock-Klassikern wie „Boom Boom Out Go The Lights“ von Pat Travers oder „Sittin’ On The Dock of the Bay“ von Otis Redding verlieh Scholz mit seiner ausdrucksstarken Stimme eine eigene Handschrift.

Doch auch die eigenen Songs der Band überzeugten durchweg. Ein schwermütiges Mundharmonikasolo von Scholz, der eine ganze Reihe verschiedener Mundharmonikas in seinem Gürtel trug, zu Beginn ihres Titels „Somebody’s Got To Go“ sorgte für begeisterten Zwischenapplaus. Doch es ist nicht nur die blues-typische Schwermut, die den Sound von Steppin’ Out zu etwas Besonderem macht, sondern vor allem die spannungsreiche Vielfalt aus Blues, Rock, Soul und Funk, die ihrer Musik diesen lebendigen und packenden Charakter verleiht.

Nach einer halbstündigen Pause, in der die Musiker viele bekannte Gesichter im Publikum begrüßten, ging es etwas rocklastiger weiter, und das Publikum ließ die weihnachtliche Besinnlichkeit endgültig hinter sich. Mit Zugaben bedankten sich Steppin’ Out bei ihren Fans, die die Band mit lang anhaltendem Applaus und Jubelrufen feierten.

Von Philine Proft

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