Interview: Magier Chris Ehrlich zu den Shows der „Ehrlich-Brothers“ – zwei Auftritte in Kassel

„Die Harley fährt aus dem iPad“

Zauberstab, Umhang und weiße Kaninchen waren gestern: Mit ihren Illusionen sind die Brüder Chris (links) und Andreas Ehrlich im Hier und Jetzt angekommen. Mit ihrer Show „Magie - Träume erleben“ gastieren sie nun in der Kasseler Stadthalle. Foto: s-promotion

Sie sind so gut, dass selbst David Copperfield ihre Tricks haben will: Die Brüder Andreas (35) und Chris Ehrlich (31) aus Bünde in Westfalen haben sich zu Illusionisten von Weltrang gemausert. Mit ihrer Show „Magie - Träume erleben“ befindet sich das Duo derzeit auf Deutschlandtournee. Am Samstag, 1. Februar, gastieren die „Ehrlich-Brothers“ gleich mit zwei Shows in der Kasseler Stadthalle.

Mit Ihrer Show bringen Sie und ihr Bruder Andreas das angeblich aufwendigste Programm der deutschen Zauberbranche seit 30 Jahren auf die Bühne. Worauf kann sich das Publikum in Kassel freuen?

Chris Ehrlich: Wir präsentieren nicht nur tolle Tricks und Illusionen, sondern machen das Ganze durch die Kombination von unterhaltsamen Geschichten, Lichtdesign und musikalischer Inszenierung zu etwas Einzigartigem. Außerdem beziehen wir die Zuschauer mit ein, was wir sehr lieben. Unser spezieller Stil ist im Laufe der Jahre entstanden.

Mittlerweile treten Sie in großen Hallen vor bis zu 10 000 Zuschauern auf. Doch die wenigsten glauben an übersinnliche Phänomene.

Ehrlich: Unsere Show beruht ja nicht auf dem Glauben an das Übernatürliche. Wir möchten eine schöne Zeit mit dem Publikum verbringen, eine abwechslungsreiche Show für die ganze Familie bieten und kleine magische Wunder vollbringen. Wir treffen den Zeitgeist: Zum Beispiel donnern wir mit einer 300 Kilogramm schweren Harley-Davidson aus einem iPad heraus. Und Mario Barth wird per Skype zugeschaltet.

Berühmt geworden sind Sie aber mit dem Verbiegen von Bahnschienen zu lauter Rammstein-Musik und spektakulärer Pyrotechnik.

Ehrlich: Uri Geller wurde mit dem Verbiegen von Löffeln weltberühmt, wir nehmen uns eben Bahnschienen vor. Mein Bruder und ich haben Uri sogar in London getroffen und die massiven Metallteile mit bloßen Händen in seinem Garten verbogen. Er ist privat ein sehr umgänglicher Typ und war von der Nummer aufrichtig begeistert.

Welchen Weg muss man gehen, bis man wie Sie als Illusionist arbeiten kann?

Ehrlich: Als Kind besaß Andreas einen klassischen Zauberkasten. Das magische Fieber aber hat uns beide gepackt und nicht mehr losgelassen. Unsere Tricks erarbeiten wir bis heute selbst. An Illusionen, die auf der Bühne ganz leicht aussehen, haben wir zum Teil zehn Jahre gefeilt, bis sie perfekt waren.

Wie empfinden Sie es, tagtäglich so eng mit Ihrem Bruder zusammenzuarbeiten?

Ehrlich: Das ist ein hohes Gut, dessen sind Andreas und ich uns bewusst. Der eigene Bruder ist auch nicht irgendein Partner, den man bei Bedarf einfach austauschen kann. Scherzhaft haben wir uns einmal als die Kelly-Family der Zauberbranche bezeichnet - allerdings mit Waschmaschine.

Worin sehen Sie Ihren Auftrag als Zauberer?

Ehrlich: Unser Auftrag ist es, Menschen zu unterhalten - insbesondere Erwachsene wieder wie Kinder fühlen zu lassen. Denn je älter wir werden, desto seltener sind wir erstaunt. Erstaunen aber zaubert automatisch ein Lächeln ins Gesicht. Wir hoffen, dass uns das auch in Kassel gelingt.

Von Emily Spanel

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