Wehlheider Hoftheater

"Die Schneekönigin" als Weihnachtsmärchen

Freute sich über eine gelungene Premiere der „Schneekönigin“: Das Schauspielerensemble des Wehlheider Hoftheaters. Foto: Nickoll

Kassel. Ob es in Kassel schneit, weil Gerda (Julia von Canstein) und Kai (Louis Stüve) so schön „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ singen können?

Wir werden es nie erfahren, doch der Schnee passte am Mittwoch wunderbar zur Premiere des Weihnachtsmärchens „Die Schneekönigin“ von Jacques Picarelle, aufgeführt vom Wehlheider Hoftheater in der Schulaula (noch bis zum 14. Dezember).

Anders als im Original von Hans Christian Andersen gehört der Spiegel, der alles Schöne hässlich und alles Böse schön aussehen lässt, nicht dem Teufel, sondern dem ungeduldigen und gehässigen Obertroll (Dietmar Kuhlemann). Der Zauberer der Träume (Thomas Gerner) zerstört ihn – ohne zu wissen, welches Unheil er damit anrichtet.

Zwei Splitter treffen Kai in Auge und Herz. Überzeugend gelingt Louis Stüve die Verwandlung vom lieben Freund zum Eisklotz: „Diese Rosen haben Würmer“, motzt er Gerda an. Dann verschwindet er, um Schlitten zu fahren – da erscheint ihm die Schneekönigin (Katharina Schneider) und löscht mit ihren Eisküssen seine Erinnerung an Gerda und nimmt ihn mit auf ihr Schloss auf Spitzbergen am Nordpol. Bevor die böse, einsame Schönheit flieht, versetzt sie Gerda in den „Schlaf des Vergessens“.

Gerda, die Julia von Canstein als mutige junge Frau gut verkörpert, liegt daraufhin zusammengerollt vor dem Vorhang. Der Zauberer fragt „Wollen wir Gerda einflüstern, wer es war?“ „Ja“ rufen die Kinder, „es war die Schneekönigin!“

Immer wieder werden die Zuschauer mit einbezogen. Als Gerda mithilfe der weisen Schneeeule (Nathalie Kraaz) im Palast der Schneekönigin nach Kai sucht, ruft sie den Kindern zu: „Habt ihr Kai gesehen?“ „Ja, links!“

In dem Stück der Regisseurinnen Christiane Schuchardt und Kirsten Henckel passen die liebevoll gestaltete Bühne (Jochen und Marlene Holstein) und die Musik (Eberhard Horn) perfekt zusammen. Dem Publikum hat’s super gefallen, viele „Zugabe“-Rufe am Ende der Vorstellung.

Außerdem spielten: Klaus Haack, Marvin Seeligmann, Franka Knippschild, Lucas Henckel, Colin Hohmann, Beatrice Heinrich, Simon Gall, Kathrin, Isabell und Anna Heyke, Nathalie und Rebecca Wiegel, Isabelle Heinrich.

Termine: 6./7. Dezember, jeweils 15 Uhr. Karten: Tel. 05 61/76 61 69 3. Infos: www.wehlheider-hoftheater.de

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