Peter Maffay über ein Leben zwischen Bühne und karitativer Arbeit - Morgen kommt er nach Kassel

„Die Songs haben mit mir zu tun“

Kassel. Am morgigen Donnerstag kommt Peter Maffay zu einer Autogrammstunde nach Kassel. Am Freitag erscheint Tattoos II, eine neue Version seines Albums zum 40. Bühnengeburtstag, mit 16 bisher unveröffentlichten Bonus-Titeln, und eine DVD. Dann geht es auf Tournee mit großem Orchester, die ihn im Dezember auch nach Göttingen führt. Parallel dazu baut Maffay mit den Spenden seiner Stiftung ein Heim für misshandelte Kinder in Rumänien. Wir sprachen mit dem 61-jährigen Deutschrocker über ein Leben zwischen Bühne und karitativer Arbeit.

1970 erschien Ihre erste Single „Du“, die Ihnen gleich den Durchbruch brachte. Gab es ein musikalisches Leben davor?

Peter Maffay: Ich bin in Kneipen mit Songs von Bob Dylan und anderen Singer/Songwritern aufgetreten.

Auf Ihrem neuen Album gibt es fünf Stücke mit Akustikgitarren. Ist das eine Reverenz an diese Zeit?

Maffay: Ich habe mich einfach hingesetzt und fünf Akustik-Nummern geschrieben, den Rhythmus dazu mit dem Fuß geklopft, das hat Spaß gemacht.

Mehr Spaß, als „Über sieben Brücken musst du gehen“ mit Orchester einzuspielen?

Maffay: Ich mag dieses Lied sehr, weil es so positiv ist. Mir gefiel die Hoffnung, die drinsteckt. Die Komposition drückt diese Kraft aus, ein Ziel zu erreichen. Einmal wirst du auch der helle Schein sein, das heißt, keine Angst haben gegen Widerstände anzukämpfen.

Über Ihr neues Album sagen Sie, man soll es nicht nur hören, sondern auch fühlen. Wie ist das zu verstehen?

Maffay: Jeder hört eine CD oder besucht ein Konzert mit einer gewissen Erwartungshaltung. Er bringt da seine eigenen Erlebnisse mit, die er innerlich auspackt - zu diesem oder jenem Song auslebt. Dann gibt es eine Emotion oder Erinnerung, es taucht ein bestimmtes Bild vor dem geistigen Auge auf und ein Gefühl.

Mit welchem Gefühl gehen Sie in die Konzerte?

Maffay: Am treffendsten beschreibt unser Song „Schatten in die Haut tätowiert“ dieses Tourgefühl. Da heißt es „Schatten in die Haut tätowiert, Spuren, die für immer bleiben.“ Das ist für mich Rock ’n’ Roll. 40 Jahre in diesem Geschäft hinterlassen Spuren, und die werden wir musikalisch, aber auch optisch und szenisch auf der Bühne umsetzen.

Parallel dazu gibt es den Peter Maffay, der für seine Kinder- und Jugendarbeit gerade mit dem Courage-Preis ausgezeichnet wurde und in einem rumänischen Dorf ein Kinderheim baut. Wer unterstützt Sie mit Ihrer Tabaluga-Stiftung?

Maffay: Das ist unterschiedlich. Wir bekommen kleinere Zuwendungen von Privatpersonen, die aber zusammen auch viel bewegen. Und dann gibt es Firmen, die ihre soziale Kompetenz unterstreichen, indem sie uns unterstützen.

Eine letzte Frage: Ist „Und es war Sommer“ ein autobiografischer Titel?

Maffay: Die meisten meiner Songs haben mit mir und meinem Leben zu tun. Auch „Es war Sommer“ . Peter Maffay gibt am Donnerstag, 7. Oktober, um 16 Uhr eine Autogrammstunde bei Saturn im City-Point am Königsplatz. Am 7. Dezember tritt er mit dem Volkswagen Symphonic Orchestra in der Lokhalle in Göttingen auf. Karten für das Konzert gibt es beim HNA-Kartenservice in der Kurfürsten-Galerie, Tel. 0561/203204, und in allen HNA-Geschäftsstellen.

Von Wilhelm Ditzel

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