Diese Band ist spitze: Maybebop mit witziger A-cappella-Show im Kasseler Opernhaus

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Gut gelaunt mit scharfsinnigen Texten: Maybebop im Opernhaus mit (von links) Lukas Teske , Jan Bürger , Oliver Gies und Sebastian Schröder. Foto: Malmus

Kassel. Ein gut gefüllter Saal, und das, obwohl draußen die schönsten Sommertemperaturen herrschen. Die Formation Maybebop präsentierte sich am Pfingstmontag mal wieder im Opernhaus. A cappella singen die vier und das können sie gut, doch der Gesang dieses Quartetts mit dem Großen-Jungen-Charme ist es nicht allein, der ihm einen beständig wachsenden Fankreis sichert.

1992 wurde Maybebop gegründet. Von der Ur-Formation ist nur noch Bariton Oliver Gies dabei. Ein guter Sänger, noch mehr aber ein großartiger Texter, ein helles Köpfchen mit einer Vorliebe für Realsatire. Die in Deutsch geschriebenen und gesungenen Texte sind neben dem großartigen mehrstimmigen Gesang ein Markenzeichen dieser Band. Zu Beginn dieses Jahres präsentierte sich das Quartett erstmalig auch in Amerika. Einen kleinen Ritterschlag gab es dafür vom Fernsehen: Ein Team vom ZDF begleitete die komplette Tour.

Am Montag stellten Oliver Gies (Bariton), Sebastian Schröder (Bass), Jan Bürger (Tenor) und Lukas Teske (Tenor, Mouthpercussion) ihr neues Album „Weniger sind mehr“ vor. Ein typisches Maybebop-Album. Das Publikum war begeistert. Über den Gesang, über die pfiffigen Texte, über die professionelle Bühnenshow – auch Sound und Lichtshow ein Genuss –, besonders aber über die mit frechem Charme inszenierten Blödeleien.

Da spielte Lukas Teske den von der Erinnerung übermannten: „Meine Familie war zu arm, sich ein Schlagzeug zu leisten, zu arm sogar für Töpfe.“ Bass-Stimme Sebastian Schröder bekannte: „Ich trage Unterhosengummibänder, da verrutscht die Hose beim Tanzen nicht.“ Das Publikum hatte seinen Spaß. Auch an der Idee, einen jungen Mann aus dem Publikum ein Stück von Christina Aguilera auf der Bühne singen zu lassen und ihn dabei spontan zu begleiten.

Aufbrandender Applaus dafür, ebenso für Oliver Gies, der aus Zurufen aus dem Publikum –„Fußpilz, Bären, Wurst, iPhone“ – spontan einen Reggae kreierte. Fazit: Die Jungs sind spitze. Das Publikum bedankte sich im Stehen. Zwei Zugaben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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