Das Heeresmusikkorps 2 gab ein Benefizkonzert zugunsten der Kriegsgräberfürsorge im Rathaus

Diese Bläser beherrschen viele Stile

Heeresmusiker in Kammerformation: (von links) Dominik Seegel, Micha Klappert, Josef Geisler, Udo Seifert und Manfred Persch. Foto:  Schoelzchen

Kassel. Es war ein gewitzter Zugriff auf die Jazznummer „All of Me“ im gut gefüllten Bürgersaal des Rathauses: Zuerst zauberten die Hauptfeldwebel Christian Schmidt und Rainer Hartl mit E-Bass und Schlagzeug einen „Loop“, eine ständig wiederholte Tonschleife. Über die schichteten sie dann weitere Töne mit Klarinette und Keyboard, ja sogar Gesang im heiseren Stil von Louis Armstrong. Für diese Kreativität gab’s beschwingten Beifall.

Bei seinem Benefizkonzert zugunsten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) präsentierte das Heeresmusikkorps 2, Kassel, eine ganze Menge an Stilen. Vom Frühbarock ging es zu Mozart, von Mexiko zu den Comedian Harmonists. Die beliebten Heeresmusiker zeigten einmal mehr ihre kammermusikalische Kompetenz.

Mit dabei waren Blechbläser um den Tubisten Oberstabsfeldwebel Josef Geisler, der auch die Gesamtleitung innehatte, ein Flötenduo, Hornisten, Klarinettisten und Percussionisten. Für die gut gelaunte Moderation sorgte Hauptfeldwebel Andreas Alschinger, der außerdem Klarinette spielte und sein eigenes Arrangement von John Miles’ „Music“ dirigierte.

Mit dem Konzert machte der VDK auf den Beginn der Haus- und Straßensammlung in Kassel aufmerksam. Gruß- und Schlussworte sprachen Oberbürgermeister Bertram Hilgen, zugleich Vorsitzender des VDK-Kreisverbandes Kassel-Stadt, und Oberst a. D. Jürgen Damm, stellvertretender Vorsitzender der Kreisverbände Kassel-Stadt und -Land. Nachdrücklich setzte sich OB Hilgen für den Erhalt des Heeresmusikkorps 2 in Kassel ein. Wenn nötig, werde man alle politischen und bürgerschaftlichen Mittel ausschöpfen.

Von Georg Pepl

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