Fast alle Museen profitieren

Andrang für reguläre Ausstellung im Ottoneum dank documenta

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documenta-Kunst im Ottoneuem: Im Erdgeschoss wird Kunst präsentiert, oben die reguläre Ausstellung. Dafür gilt das documenta-Ticket.

Kassel. Viele Kasseler Museen präsentieren in diesen Tagen documenta-Kunst. Fast alle profitieren davon, dass sich zumindest einige der zahlreichen Besucher auch für die reguläre Ausstellung interessieren.

„Zusätzliche Einnahmen haben wir dadurch zwar nicht, aber wir können Werbung in eigener Sache machen“, sagt Dr. Kai Füldner, der Leiter der städtischem Museen Ottoneum und Stadtmuseum.

Die Regelungen in den Kasseler Museen während der documenta sind unterschiedlich. Während man mit der Eintrittskarte für die Kunstausstellung zum Beispiel im Naturkundemuseum und im Stadtmuseum auch die Dauerausstellung ansehen kann, ist das in der Grimmwelt nicht der Fall. Dort ist der für Sonderausstellungen konzipierte Bereich direkt neben dem Eingang 100 Tage lang für die documenta reserviert. In dem weitaus größten Teil des Neubaus auf dem Weinberg wird die reguläre Ausstellung zu den Grimms präsentiert. „Wir können das im Gegensatz zu vielen anderen Museen gut räumlich abtrennen“, sagt Mirko Zapp, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Grimmwelt zuständig ist.

Eintritt für Grimms

Ein positiver Effekt der documenta sei, dass viele Besucher bereit seien, sich neben der Kunst die Ausstellung zu den Grimms anzusehen. Dass dafür der reguläre Eintritt von acht Euro fällig ist, kann man auf der Internetseite nachlesen. Auf die Einnahmen könne man nicht verzichten. „Wir hoffen natürlich, dass einige später wiederkommen“, sagt Mirko Zapp. Die nächste Sonderausstellung nach der documenta beschäftigt sich mit den Sagen der Grimms in den vergangenen 200 Jahren.

Eine räumliche Trennung zwischen Kunst und Dauerausstellung ist zum Beispiel im Hessischen Landesmuseum und auch im Stadtmuseum kaum möglich. Wer die Räume im neuen Ausstellungsturm des Stadtmuseums erreichen will, kann sich auf dem Weg gleich noch über die Kasseler Geschichte – unter anderem über die Bombennacht von 1943 – informieren.

Das haben bislang etwa halb so viele Besucher gemacht wie im Ottoneum. Museumsleiter Dr. Kai Füldner führt das auf die zentrale Lage des Naturkundemuseums am Steinweg direkt neben dem Fridericianum und dem Parthenon der Bücher zurück.

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