Urlauber kehren nach Kassel zurück

Auf der Suche nach der documenta 14: Eindrücke aus Athen

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Ein Flughafen, der derzeit verstärkt von Kunstliebhabern genutzt wird: In der Halle von Kassel-Calden wird für die docuemnta in Athen und in Kassel geworben. Gestern landete eine Maschine aus Athen in Calden, die anschließend wieder in die griechsiche Metropole zurückflog.

Kassel/Calden.  In Athen läuft seit Anfang April die documenta - nur scheinen das die meisten Athener gar nicht zu wissen. Dabei lohnt sich der Besuch, sagen die, die da waren.

Am Freitagvormittag sind wieder Urlauber in Calden gelandet, die die documenta 14 in Athen besucht haben. Wir haben sie nach ihren Eindrücken gefragt:

Jana Piper

Flughäfen mit wenig Betrieb haben auch ihre Vorteile. Es geht vieles ziemlich flott: Kaum war der Flieger von Aegean Airlines am frühen Freitagmittag auf dem Flughafen in Calden gelandet, da kamen die Passagiere auch schon mit ihrem Gepäck in der Ankunftshalle an. Sichtlich gut gelaunt schienen die Frauen und Männer zu sein, die von Athen nach Calden geflogen waren. Jana Piper (31) aus Kassel und Dörte Hoffmann (32) aus Göttingen haben den Urlaub genutzt, um die griechischen Inseln kennenzulernen und einen Abstecher nach Athen zu machen. 

Dörte Hoffmann

Und dort besuchten die beiden jungen Frauen auch die documenta. „Wir mussten allerdings sehr lange suchen, bis wir die documenta in Athen gefunden haben“, sagt Jana Pieper. „Dort gibt es nur sehr wenig Werbung für die Ausstellung, dafür ist der Eintritt aber frei“, fügt Dörte Hoffmann hinzu. Von dem, was sie von der d 14 in Athen gesehen haben, waren die beiden begeistert. Sie besuchten die Ausstellung im Konservatorium, wo sich viele Kunstwerke mit der Krise in Griechenland beschäftigen. Allerdings gebe es auch einen starken Bezug zu Kassel. Dort würden auch Bilder vom Herkules ausgestellt, erzählen Piper und Hoffmann.

Ludwig Rüdiger

Brunhilde und Ludwig Rüdiger aus Liebenau-Ostheim hat Athen „super gefallen“. Das Ehepaar wohnte in einem Hotel am Fuß der Akropolis mit Blick auf den Parthenon-Tempel. Jetzt kennen die Rüdigers bereits das Original und freuen sich darauf, bald auch den fertigen Parthenon der Bücher auf dem Friedrichsplatz zu sehen. Für die beiden 59-Jährigen steht fest, dass sie sich eine Dauerkarte für die documenta in Kassel kaufen werden. 

Brunhilde Rüdiger

Von der d 14 in Athen waren die beiden auch begeistert, vor allem von der Ausstellung im Museum für zeitgenössische Kunst. Allerdings wüssten die meisten Athener überhaupt nicht, dass bei ihnen die documenta stattfindet, sagt Brunhilde Rüdiger. „Ich habe einigen Athenern erst mal erklärt, was die documenta überhaupt ist.“ Sie habe das Gefühl, dass der künstlerische Leiter Adam Szymczyk Athen die documenta einfach nur übergestülpt habe. Die Menschen dort seien über die Ausstellung zu schlecht informiert worden.

Gottfried Heinemann

Diese Erfahrung hat auch Gottfried Heinemann aus Kassel gemacht. Die documenta gehe an den Athenern vorbei. Er habe ein Werbeplakat an einer Haltestelle gesehen, sagt der 67-Jährige, der nicht wegen der d 14 in der griechischen Hauptstadt war. „Von der documenta habe ich nichts gemerkt“, sagt Heinemann.

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