Ausstellung zum Gedenken an documenta-Gründer Arnold Bode

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Kassel. Parallel zur dOCUMENTA (13) erinnert im City-Center am ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe eine Ausstellung an den Gründer und Wegbereiter der Weltkunstschau Arnold Bode.

Hans Eichel während seiner Eröffnungsrede

34 Jahre nach dem Tod von Arnold Bode und 57 Jahre nach der ersten documenta wird in der Wilhelmshöher Ausstellung (Kurator: Helmut Plate) das Leben des Kasseler Künstlers, Designers, Architekten, Lehrers und documenta-Gründers auf Tafeln zum Lebenslauf, auf großformatigen Fotografien von den ersten vier documenten - die Bode selbst kuratierte - und mit Reproduktionen seiner eigenen Gemälde nachgezeichnet.

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag sprachen der Autor, Kunsthistoriker und Kunstjournalist Alfred Nemeczek und der ehemalige Hessische Ministerpräsident und Bundesfinanzminister Hans Eichel. Beide kannten Arnold Bode persönlich, Nemeczek als Feuilletonredakteur der Hessischen Nachrichten und Pressesprecher der documenta III, Eichel als Oberbürgermeister der Stadt Kassel.

Heitere Anekdoten

Zur Eröffnung gab es deshalb viele Anekdoten aus dem Leben Arnold Bodes, den Nemeczek in vier Etappen als "Mein Arnold Bode", "Der Zeitgenosse Arnold Bode", "Der documenta-Gründer" und "Unser Arnold Bote" präsentierte. Hans Eichel erzählte, dass Arnold Bode der Stadt bereits in den 60er-Jahren den Vorschlag einer Tiefgarage unter dem Friedrichsplatz gemacht habe - eine Idee, die seinerzeit nur belächelt wurde. Auch die Anekdote, wie Hans Eichel einmal auf der Wilhelmshöher Allee hinter Bodes Citroen herfuhr und dachte, "da fährt ein Auto ohne Fahrer", sorgte für Heiterkeit, denn Arnold Bode war nur 1,56 Meter groß.

Einig waren sich beide Redner, dass der Umgang des documenta-Gründers mit Geld nicht gerade auf allzu soliden Füßen stand. Trotzdem hat es Arnold Bode gesachafft, mit seiner ansteckenden Begeisterung und, so Eichel: "manchmal auch mit Penetranz", eine der bahnbrechendsten Ideen für Kassel in die Tat umzusetzen.

Denn wenn in den nächsten Tagen die Kunstwelt auf Kassel blickt, dann verdankt das die Stadt Arnold Bode.

Die Ausstellung im City-Center ist täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. (wd)

Quelle: mydocumenta

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