Schon vor 45 Jahren zu Gast

Bap-Sänger zu Gast in Kassel: Wolfgang Niedecken von documenta unbeeindruckt

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Dreht Beitrag für 3Sat: Der Musiker und Künstler Wolfgang Niedecken zeigt sich von der d 14 nicht tief beeindruckt.

Kassel. Wolfgang Niedecken, Gründer und Frontmann der Band Bap, war am Mittwoch mit einem Kamerateam auf der documenta unterwegs. Richtig begeistert war der Künstler aber nicht.

Die documenta 5 im Jahr 1972 hat Wolfgang Niedecken tief beeindruckt. „Die hat mich auf den Weg gebracht“, sagt der erfolgreiche Musiker, der auch Kunst studiert hat. Die documenta 5 habe bei ihm für viele schlaflose Nächte gesorgt, sagt der 66-jährige Kölner.

Im Gegensatz zur aktuellen Ausstellung. Auf der d 14 habe ihn bislang kein Kunstwerk eine schlaflose Nacht bereitet, sagt Niedecken, als er am Mittwochnachmittag am Parthenon der Bücher auf dem Friedrichsplatz steht. Der Künstler ist in der Stadt, um für den Sender 3Sat einen Beitrag zur documenta 14 zu drehen.

BAP-Sänger Wolfgang Niedecken dreht mit Kamerateam in Kassel

Am Vormittag war das Team bereits für Dreharbeiten an den verhüllten Torwache-Gebäuden an der Wilhelmshöher Allee. „Die Verhüllung hat mich beeindruckt“, sagt Niedecken über das Kunstwerk von Ibrahim Mahama aus Ghana. Auch wenn dies natürlich nicht die „Neuerfindung des Rades“ ist.

Besonders vom Hocker haut Niedecken auch nicht der Parthenon der Bücher. Wenn man einmal die Idee bei diesem Kunstwerk kapiert habe, führe es einen nicht wirklich weiter. „Das ist so wie bei einer Single und einem Album.“ Eine Auskopplung habe man im Gegensatz zu einem Album schnell vergessen.

Auch wenn er die Idee mit dem Museumsaustausch zwischen dem Fridericianum und dem Museum für zeitgenössische Kunst EMST in Athen sehr schön finde, ebenso wie einige Arbeiten im Fridericianum, habe ihn die d 14 nicht umgehauen, sagt Niedecken. „Ich würde lieber sagen, sie hätte mich umgehauen.“

Der Beitrag von Wolfgang Niedecken zur documenta 14 ist am Sonntag, 20. August, 18.15 Uhr, auf 3Sat zu sehen.

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