Die kommende documenta hat einen neuen Schriftzug: dOCUMENTA (13)

Eine neue Schreibweise für die documenta: Die dOCUMENTA (13) hat immer die gleiche Folge von Klein- und Großbuchstaben mit eingeklammerter Zahl. Unterschiedlich ist aber die Typografie je nach dem Objekt, das die Aufschrift ziert. Unsere Grafik zeigt einige Beispiele. Grafik: Leftloft/nh

Kassel. Die documenta 13, die im Juni 2012 ihre Tore öffnet, bekommt eine neue „visuelle Identität“. Dabei weicht der Schriftzug von der bisher meist geübten Kleinschreibung ab und lässt nach einem kleinen „d“ die übrigen Buchstaben in Versalien folgen und setzt die Zahl 13 in Klammern: „dOCUMENTA (13)“.

Entworfen hat diese Gestaltung die Grafik-Design-Agentur Leftloft. Sie wurde von der künstlerischen Leiterin der d13, Carolyn Christov-Bakargiev, beauftragt, die Designsprache zu entwickeln, mit der sich die nächste documenta präsentieren will.

Die Schreibweise „dOCUMENTA (13)“ ist dabei, anders als bisherige Logos, nicht auf einen einzigen Schrifttyp beschränkt. Unterschiedliche Schriftarten sollen unterschiedlichen Objekt-Typen zugeordnet werden (siehe grafische Darstellung). Die neue visuelle Sprache der documenta soll unverwechselbar werden - und an die Stelle eines traditionellen Logos treten.

Die 1997 gegründete Agentur Leftloft ist ein italienisches Design-Unternehmen mit Sitz in Mailand und einer Dependance in New York. Zu ihrer Gestaltung der documenta-Schreibweise erklärt die Agentur: „Die wahre Identität der documenta kann als die Summe von vielen unterschiedlichen Zeichen und Bedeutungen beschrieben werden.“ Sie sollte daher nicht auf ein spezifisches Grafikdesign reduziert werden. Man wolle mit dieser Gestaltung eine „lebendige, pluralistische, ideenreiche und stetig zunehmende Entwicklung in Gang setzen.

Interessant ist der Kommentar der documenta-Leiterin selbst zum neuen Schriftzug: Während die Kleinschreibung in ihren Anfängen „eine radikale demokratische Geste“ war, ist heute die Nicht-Großschreibung „eine von vielen unbeabsichtigten Gesten der digitalen Welt“.

Die normalen Schreibregeln umzudrehen, indem man das restliche Wort in Großbuchstaben schreibt, erfordere „aktives Engagement, Aufmerksamkeit und einen gewissen Mehraufwand an der Tastatur“.

Von Werner Fritsch

Quelle: mydocumenta

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