Branche: documenta bringt Tourismus in Hessen voran

Stadtallendorf/Kassel. Von der Kunstausstellung documenta in Kassel im kommenden Jahr wird aus Branchensicht der Tourismus in ganz Nordhessen profitieren. „Das ist ein Highlight. Das wird der Region guttun.“

Das sagte Hartmut Reiße, Geschäftsführer des hessischen Tourismusverbands, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa vor einem Treffen der Branche an diesem Mittwoch in Stadtallendorf. Er erwartet zehn Prozent mehr Übernachtungsgäste und wegen der wohl großen Zahl von Tagestouristen ein Umsatzplus von ebenfalls zehn Prozent.

Zufrieden zeigte sich Reiße zudem mit den aktuellen Zahlen: Von September 2010 bis August 2011 übernachteten nach seinen Angaben 8,1 Millionen Menschen in Hessen - das waren 3,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Den Zuwachs führte Reiße insbesondere auf gemeinsame Werbung zurück. „Die verstärkten Marketingmaßnahmen der regionalen Tourismusorganisationen und der Hessen Agentur haben Früchte getragen“, sagte er. Es sei dabei wichtig gewesen, dort zu werben, wo die Gäste herkommen, etwa in Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen.

Reiße zufolge ist Hessen vor allem ein Kurzurlauberland. Im Trend liege der Kultur-, Aktiv- und Wellnesstourismus. Kultur sei sicherlich eine Stärke des Landes, sagte er und betonte: „Es gibt in dem Bereich nicht nur in großen Städten wie Frankfurt gute Angebote. Auch kleinere Städte und die ländlichen Regionen bieten kulturelle Events.“ Nach Reißes Worten werden einzelne Orte in Hessen als Reiseziel wahrgenommen, aber nicht das Land insgesamt. „Man macht nicht in Hessen Urlaub, sondern zum Beispiel im Taunus, in der Rhön oder im Spessart.“

Darauf habe die Branche reagiert und elf sogenannte Destinationen wie eben Nordhessen, aber auch Frankfurt und Rhein-Main, das Lahntal, den Rheingau, Odenwald, Vogelsberg, die Bergstraße oder den Westerwald als Reiseziele ausgelotet. Diese würden dann entsprechend beworben. (dpa)

Quelle: mydocumenta

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