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VW-Carsharing zur documenta in Kassel läuft – mit dem E-Auto durch die Stadt

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Von: Sven Kühling

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Zeigt documenta-Besuchern, wie es geht: Vahid Usein (21) aus Vellmar ist Azubi im Baunataler VW-Werk. Er arbeitet am Weshare-Stand gegenüber der documenta-Halle. Dort oder über die App können sich Interessierte für das Carsharing-System anmelden.
Zeigt documenta-Besuchern, wie es geht: Vahid Usein (21) aus Vellmar ist Azubi im Baunataler VW-Werk. Er arbeitet am Weshare-Stand gegenüber der documenta-Halle. Dort oder über die App können sich Interessierte für das Carsharing-System anmelden. © Sven Kühling

35 weiße Elektroautos ID.3 mit der Aufschrift „Weshare“ rollen seit dem Start der documenta durch Kassel. Wie funktioniert das VW-Carsharing-System?

Kassel/Baunatal – Seit dem Start der documenta fifteen rollen die Fahrzeuge des VW-eigenen Carsharing-Systems „Weshare“ durch Kassel. Wir erklären, wie sich Besucher ein Fahrzeug ausleihen und dann zu einer Tour zu den weiträumig verteilten Ausstellungsorten aufbrechen können.

Bei App „Weshare“ anmelden

Vahid Usein aus Vellmar holt sofort sein Handy hervor. Denn das braucht man zum Anmelden bei „Weshare“. Der Vellmarer absolviert derzeit eine Ausbildung im Baunataler VW-Werk. Außerdem hilft er am VW-Stand an der documenta-Halle und erklärt Interessierten das System und die Autos. Er ist bereits 21 Jahre alt. Das ist zugleich das Mindestalter, ab dem man hinters Steuer der Autos von „Weshare“ darf.

„Am VW-Stand können sich die Leute gleich einen QR-Code abscannen“, sagt Usein. Dann öffne sich die Weshare-App. Genauso könnte man sich die App aber kostenlos im App-Store oder bei Google Play fürs Handy herunterladen.

Laut Vahid Usein folgt eine Anmeldung wie bei vielen Apps: Dabei müsse man ein Kennwort festlegen sowie eine E-Mail-Adresse angeben. Dorthin werde eine Bestätigungsmail geschickt. Damit lande man schließlich wieder in der Weshare-App. Während eines Videoanrufes, so ergänzt VW-Sprecher Heiko Hillwig, werde dann noch der Führerschein und der Personalausweis eingescannt. „Dabei wird man angeleitet.“

Zum Schluss, so Vahid Usein, müsse der Kunde noch festlegen, ob er mit Kreditkarte oder per Paypal bezahlt. „Dann kann man sofort loslegen.“

Handy zeigt Standorte der elektrischen Leihautos – Reservierung möglich

Bis zum Losfahren ist das Handy samt App der weitere Begleiter. Eigentlich, sagt Hillwig, benötige man keinen Menschen zur weiteren Erläuterung. Das System sei selbsterklärend angelegt. Auf einer Karte auf dem Smartphone werden dem Kunden das nächststehende freie Autos (mit einem grünen Punkt) sowie der eigene Standort angezeigt.

Sobald man ein Fahrzeug per Fingertipp reserviert, wird der Punkt blau. Das Auto sei damit für eine Viertelstunde reserviert, sagen Usein und Hillwig. Anderen Suchenden werde das Fahrzeug automatisch nicht mehr als frei angezeigt. Zunächst müsse der Kunde das ausgewählte Auto auf äußere Schäden überprüfen, sagt Usein weiter. Der vorherige Kunde hafte.

Mit einem Schieberegler auf dem Handy lässt sich das Auto öffnen. Dafür muss der Kunde dann einen Euro bezahlen. Schon kann er einsteigen uns losfahren.

Preise fürs E-Carsharing

Für die Fahrt gibt es mehrere Pakete. Auch die werden auf der App erklärt. Im normalen Paket kostet jede Minute 29 Cent. Unter anderem bietet Weshare noch einen Tagespreis für 63 Euro an. Die Tarife seien so wie in den anderen Standorten des Anbieters – etwa in Berlin und Hamburg, erläutert Hillwig.

Laut Hillwig sind die Fahrzeuge immer fast vollständig aufgeladen. „In der Regel haben sie eine Reichweite von zumindest 200 bis 250 Kilometern.“ Der Sprecher nennt noch ein Preis-Beispiel. Für eine Fahrt vom Stand an der documenta-Halle zum Ausstellungsort Hafenstraße 76 müsse man mit allem drum und dran 2,50 Euro investieren.

Mehr Infos gibt es online auf we-share.io

Kostenfrei Parken uns 12-Kilometer-Radius

Das problemlose Abstellen der Fahrzeuge auf allen öffentlichen Parkplätzen nennen die Vertreter von VW als weiteren Vorteil. Da es sich um ein Elektroauto handele, könne man dieses auf allen Parkplätzen kostenfrei abstellen, sagt Hillwig. „Natürlich nicht auf Privatparkplätzen und im Halteverbot.“

Nach der Nutzung kann der Kunde das Auto in einem Radius von 12 Kilometern im Kasseler Stadtgebiet abstellen. Diesen Bereich (siehe Karte) habe man gemeinsam mit der documenta festgelegt, so der VW-Sprecher. Wenn man allerdings über die Zone hinaus gerät, könnte es teuer werden. Dann müsse man entweder den Minutenpreis weiter bezahlen oder laut AGB einen Strafpreis entrichten. Natürlich kann man am Tag auch über die 12-Kilometer-Zone hinaus fahren, abgestellt werden muss das Auto letztendlich aber im Geschäftsgebiet.

In der Zusammenarbeit mit der documenta liegt letztendlich auch der einzige Haken an der ganzen Sache. Laut Hillwig endet das Weshare-Angebot mit dem Ende der Kunstschau am 25. September. „Die Flotte bleibt nicht in Kassel, das ist derzeit nicht geplant.“

Aktuell sei das Angebot jedenfalls sehr stark nachgefragt. Das spiegele der Anbieter zurück, so Hillwig. „Das liegt bisher über den Erwartungen.“ (Sven Kühling)

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