Club A.R.M., Galerie Loyal und Lolita Bar - Epizentrum für kulturelle Seltsamkeiten

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Kulturelles Epizentrum: Die Galerie Loyal (links), der Eingang zum A.R.M. und die Lolita Bar (rechts).

Die Werner-Hilpert-Straße 22, ein kaum überschaubares Areal, ist Kassels Epizentrum für subkulturelle Seltsamkeiten aller Art - ein sogenannter Hardcore-Alternative-Underground-Kulturmix.

Blick in die Galerie Loyal

1862 errichtete der Architekt Georg Gottlob Ungewitter idort in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs (heute: KulturBahnhof) eine Weinhandlung im neogotischen Stil. Ihre geräumigen Kreuzrippen-Gewölbe im Keller sind bis heute erhalten geblieben und beherbergen ab dem documenta-Sommer 2012 „Ungewitters Weinkirche“.

Die übrige Bebauung stammt aus der Nachkriegszeit. Hier hat Betreiber Ralph Raabe mit Partner Dirk Wacholder seit 1993 ein einzigartiges Amüsier-Imperium aufgebaut. Damals richteten sie ihre verwegene „Lolita-Bar“ in einem früheren Bordell ein; dazu kam das „Lolita-Cafe“ im Erdgeschoss für ruhigere Atempausen. Vier Jahre später folgte der lange Backstein-Trakt des Club A.R.M.: Top-Adresse für endlose Tanz-Nächte und wilde Live-Acts aller Art.

Kunst im Hinterhaus und ein Schlafplatz

Nebendran eröffnete 2002 die „Galerie Loyal“ mit Club und „Raum 4“ im Hinterhaus: Dort werden regelmäßig Ausstellungen u.a. in Kooperation mit der Kunsthochschule Kassel gezeigt. Draußen gibt es für Freiluft-Fans den Biergarten „Bomber Harris’ Garden“, für betagte Mitbürger den „Senioren-Spielplatz 67 +“. Wer all das genossen hat, ist reif für das „Sleep Inn“, dem Schlafsaal für kleine Geldbeutel. Prost und wohl bekomm’s! (wd)

Werner-Hilpert-Straße 22
Haltestellen: Bus (Hauptbahnhof), Tram (Scheidemannplatz)

Website

Quelle: mydocumenta

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