Mehr als 7000 Menschen haben ein Ticket für 100 Tage

Rekord bei Dauerkarten: documenta kommt bei Besuchern an

Viel Betrieb: Das Kassenhaus der documenta am Friedrichsplatz. Foto:  Herzog

Kassel. Am Samstag wird der 150.000. Besucher bei der documenta 13 erwartet. Exakt 147.400 Menschen haben die Ausstellung seit ihrem Start am 9. Juni bis Freitagabend besucht. Das sind zwei Prozent mehr als bei der documenta 2007. Und auch bei den Dauerkarten gibt es einen Rekord.

Insgesamt wurden bei der documenta vor fünf Jahren 750 000 Besucher gezählt. Diese Zahl will Carolyn Christov-Bakargiev, künstlerische Leiterin der d 13, auch für die laufende Ausstellung erreichen. Prokurist Frank Petri ist zuversichtlich, dass man an die Erfolge von vor fünf Jahren anknüpfen kann. „Wir sind bislang sehr zufrieden.“ Natürlich könne man die Besucherzahlen der ersten drei Wochen nicht auf die gesamten 100 Tage hochrechnen. „Wir werden noch einmal in ein Sommerloch geraten, und zum Ende wird die Zahl der Besucher dann wieder kräftig ansteigen.“ Petri vergleicht die Zahlen immer mit jenen aus den gleichen Zeiträumen vergangener Ausstellungen.

Eine Zahl stimmt ihn in diesem Jahr aber besonders optimistisch: Bei der d 13 sind bislang 56 Prozent mehr Dauerkarten verkauft worden als bei der vorigen documenta. 7130 Kunstinteressierte haben sich ein Ticket für alle 100 Tage besorgt. Das sei ein Indiz dafür, dass die Ausstellung von den Einheimischen gut angenommen wird. Bereits zu Weihnachten seien viele Gutscheine für Dauerkarten gekauft worden, die jetzt an den Kassen eingelöst werden.

Apropos Kassen: Bis Mitte dieser Woche gab es keine offizielle Verkaufsstelle an der Orangerie. Hier begannen aber viele Besucher ihren Rundgang. Damit diese nicht erst zu Friedrichsplatz oder Neuer Galerie laufen müssen, um eine Karte zu kaufen, werden die Tickets jetzt auch im Souvenier-Laden neben der Orangerie angeboten.

Knapp zwei Drittel des 23 Mio. Euro hohen documenta-Budgets (den Rest tragen Stadt, Land und Bund) müssen über den Eintritt, den Katalogverkauf und Sponsoren finanziert werden. Petri ist dafür verantwortlich, dass das Budget nicht überschritten wird. Und wie sieht es mit Mehreinnahmen aus? „Ein kleiner Überschuss wäre gut. Das haben wir bei der d 12 zum ersten Mal geschafft.“

Bei der 12 kamen im gleichen Zeitraum 144 000 Menschen, um sich die weltweit größte Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Kassel anzuschauen. (use)

Quelle: mydocumenta

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