Bisher nur Gutscheine erhältlich

documenta: Dauerkarten dauern noch - bisher nur Gutscheine erhältlich

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Karten sind schon sehr gefragt: Im Presse- und Informationszentrum am Friedrichsplatz präsentiert documenta-Mitarbeiter Arash Shalai links die regulären Eintrittskarten, rechts die Gutscheine für Dauerkarten.

Kassel. Über 20.000 Karten für die documenta sind schon verkauft - wer eine Dauerkarten haben will, muss sich aber vorerst mit einem Gutschein zufrieden geben. 

Catherine Keppel ist documenta-Fan. Die 76-Jährige lebt seit 50 Jahren in Kassel und hat seither fast jede Ausstellung besucht. Dieses Jahr wollte sie sich schon rechtzeitig eine Dauerkarte besorgen. Doch Fehlanzeige: Bisher sind lediglich Gutscheine für die 100-Tage-Karte erhältlich. „Dann muss man sich am ersten Tag trotzdem in die Schlange stellen“, ärgert sich Catherine Keppel. „Das ist doch wahnsinnig unpraktisch.“

Sie kann nicht nachvollziehen, warum die Dauerkarten nicht vorher verkauft werden. Das würde schließlich den Andrang an den Ticketschaltern in den ersten Tagen etwas mindern, sagt die Rentnerin.

Auf Nachfrage der HNA sagte documenta-Sprecherin Maxie Fischer, dass die Herstellung der Dauerkarten mit einem „höheren Aufwand hinsichtlich der Herstellung und der Koordination“ verbunden seien. Anders als bei den regulären Papiertickets, komme ein robustes Scheckkartenformat zum Einsatz. Weil es sich zudem um personalisierte Tickets handele, auf denen der Name des Inhabers vermerkt wird, könnten sie nur von geschultem Personal vor Ort augestellt werden, so die d14-Sprecherin. Allerdings sind die Dauerkarten bereits drei Tage vor dem eigentlichen Beginn der Ausstellung erhältlich, also ab dem 7. Juni (wenn die Ausstellung bereits für die Presse und Fachpublikum öffnet). Dann hat neben dem Info-Zentrum am Friedrichsplatz auch der Kassencontainer am Friedrichsplatz/Obere Königsstraße bereits geöffnet. Dort können dann auch Gutscheine in die eigentlichen Tickets umgetauscht werden.

Trotz des erst kurzfristigen Verkaufs – Catherine Keppel findet die Dauerkarte für Kasseler ein gutes Angebot. So könne man die verschiedenen Ausstellungorte in Etappen erkunden und auch mehrfach besuchen. Gerade für ältere Menschen sei das angenehmer als sich die documenta geballt an ein oder zwei Tagen anzuschauen, sagt die 76-Jährige. Und auch zwischendrin, wenn man ohnehin in der Stadt unterwegs sei, könne man jederzeit einen Kunst-Abstecher machen. Zudem erwartet die gebürtige Britin viel documenta-Besuch, den sie mit der Dauerkarte auch jedesmal in die Ausstellung begleiten könne.

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