In Minuten zur Kunst

Test: Wann ist die beste Tageszeit, um die documenta 14 zu besuchen?

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Andrang vor den Kassen: Schon gegen zehn Uhr ist viel los am Rande des Friedrichsplatzes.

Die documenta appelliert an die interessierten Nordhessen, ihren Besuch nicht länger hinauszuzögern. Der Grund: der zu erwartende Ansturm gegen Ende. Also jetzt. Nur: Wann ist die beste Tageszeit? Ein Test an einem normalen Dienstag rund um den Friedrichsplatz.

Morgens

Kurz vor zehn, die Tiefgarage unter dem Friedrichsplatz füllt sich gerade. Auf dem Platz verrät ein Blick auf den Zwehrenturm auch den Menschen ohne Uhr am Arm, dass die Ausstellungsorte noch nicht geöffnet sind. Es raucht noch nicht. Vor dem Fridericianum hat sich schon eine Schlange aus annähernd 50 Besuchern gebildet. Unter ihnen: Christina Dietz aus Hamburg. Seit gestern ist sie in der Stadt. Da das Wetter da besser sein sollte hat sie erst einmal die Außenkunstwerke begutachtet: „Alles sehr weitläufig.“ So richtig überzeugt klingt sie nicht.

Nun ist das Fridericianum an der Reihe. Es öffnet pünktlich um 10. Wer nun am Ende der Schlange steht, der braucht noch die Geduld von drei Minuten. Für Christina Dietz ist das kein Problem: „Das geht doch alles zügig.“ Wie war das? Der frühe Vogel fängt den Wurm.

An den Kassenhäuschen beträgt die Wartezeit schon sechs Minuten. Fünf von zehn Kassen sind geöffnet. Es geht stetig voran. Die Sprache unter den Wartenden ist eine Mischung aus allem: international. 

Mittags

Die Parkplatzsuche in der Tiefgarage unter dem Friedrichsplatz gestaltet sich schon wesentlich problematischer. Irgendwie scheint es hier mehr Autos als Parkplätze zu geben. Interessant wird ein Blick auf all die Nummernschilder: B für Berlin, K für Köln, Do für Dortmund, RE für Recklinghausen, HH für Hamburg und, und, und. KS, HR und GÖ sind hier nicht unbedingt in der Mehrheit. Und längst nicht alle sind nur da, weil noch Ferien sind. Es ist: documenta!

Alle Informationen zur documenta gibt es in unsere Themenspezial.

Vor dem Fridericianum stehen annähernd 60 Menschen, es ist ein Kommen und Gehen. Wartezeit? Da sind dich die Mitglieder der Besucherschlange uneinig. Die junge Frau eines Pärchens schert aus Richtung Parthenon. Ihr Partner versucht sie, vom Bleiben zu überzeugen. „Ich glaube nicht, dass das hier so lange dauert.“ Doch dann gibt er nach. Es raucht nicht nur der Zwehrenturm.

In der Tat sind es nur fünf Minuten bis zum Einlass. Nicht der Rede wert. Das trifft auch auf die Wartezeit deren zu, die sich am Kassenhäuschen um ein Ticket bemühen. Es sind immer noch fünf Kassen geöffnet. Doch nun kommt jeder sofort dran. 

Abends

Die Tiefgarage ist um 17.15 Uhr immer noch gut gefüllt, aber es tun sich jetzt schon Lücken auf. Kein Problem. Auf dem Friedrichsplatz herrscht viel Trubel, aber insgesamt eine sehr ausgelassene Atmosphäre. Das Abendticket für zehn statt 22 Euro gilt jetzt seit einer Viertelstunde. Auswirkungen auf die Warteschlange vor dem Fridericianum hat das nicht. Ein Dutzend Menschen steht hier jetzt. Es dauert keine zwei Minuten, bis alle im Ausstellungsort sind. Auch vor den Kassenhäuschen – alles ganz entspannt. documenta an einem Dienstag im August tut nicht weh.

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