Anlieger wurden schon informiert

documenta 2017: Auf dem Königsplatz entsteht ein 16 Meter hoher Obelisk

Kassel. Auf der Nordhälfte des Königsplatzes beginnen voraussichtlich noch in dieser Woche Bauarbeiten für ein weithin sichtbares Erkennungszeichen des kommenden documenta-Sommers.

„Es handelt sich um ein etwa 16 Meter hohes Objekt in Form eines Obelisken, das als künstlerische Arbeit für die documenta 14 auf dem Königsplatz aufgestellt und auch dort gestaltet wird“, bestätigte documenta-Pressesprecherin Maxie Fischer auf Anfrage der HNA. Näheres zu dem geplanten Kunstwerk und über dessen Schöpfer war am Montag noch nicht von der documenta zu erfahren. 

Obelisk auf Königsplatz: Vorbereitungen laufen

Zurzeit liefen die Vorbereitungen für die Kunst-Installation, teilte die Sprecherin mit. Die betroffenen Anlieger seien vorsorglich informiert worden. Auch Veranstalter, die den Königsplatz nutzen, hatten von Ansprechpartnern aus der Stadtverwaltung gehört, dass dort eine Baustelle wegen der documenta 2017 eingerichtet werden soll. Dies stehe kurz bevor, und in Kürze werde es detaillierte Informationen rund um die Baustelle geben, hieß es auch aus der Pressestelle des Rathauses in Kassel. 

Stadt und documenta GmbH betonten, dass die Belange von geplanten Veranstaltungen auf dem Königsplatz in beiderseitiger Abstimmung geregelt worden seien. Stadt-Pressesprecherin Petra Bohnenkamp konkretisierte, dass alljährliche Veranstaltungen wie das Frühlingserwachen und der Solar-Cup der Uni Kassel trotz des Kunst-Aufbaus auf dem Königsplatz stattfinden könnten. Nach HNA-Informationen könnten die Planungen allerdings zulasten der beliebten Freiluft-Konzerte des Staatsorchesters Kassel gehen. Denn weder der Königsplatz noch die Karlswiese vor der Orangerie stehen dafür im Jahr 2017 zur Verfügung. Auch auf der Karlswiese werde im documenta-Sommer eine künstlerische Arbeit zu sehen sein, sagte documenta-Sprecherin Fischer, ohne auch hier Details zu nennen. Der Friedrichsplatz ist ohnehin für die documenta 14 reserviert.

Die documenta 14 beginnt am 10. Juni 2017 in Kassel. In Athen startet die documenta bereits am 8. April 2017. Der Leiter der documenta 2017 ist Adam Szymczyk.

Was ist ein Obelisk?

Bei einem Obelisken handelt es sich um eine Art Spitzsäule. Das architektonische Element wird nach oben hin schmaler und endet in der Regel in einer pyramidenförmigen Spitze. Man kann Obelisken auch auch als Stele oder Pfeiler bezeichnen. Insbesondere zur Zeit der Pharaonen waren Obelisken in Ägypten eine typische Erscheinung. Der Obelisk stellte im alten Ägypten (wie auch die Pyramiden) die steingewordenen Strahlen des Sonnengottes dar. Ein Obelisk war die Verbindung zwischen der hiesigen Welt und der Welt der Götter. Obelisken standen in Ägypten damals in der Regel paarweise vor Pyramiden oder vor Tempeln. Aber auch in Assyrien wurden Obelisken eingesetzt. Im alten Rom kamen Obelisken ebenfalls zum Einsatz. Dort symbolisierten diese Bauten unter anderem den Ruhm der einzelnen Päpste. 

Einer der heute wohl bekanntesten Obelisken steht in den USA. Es handelt sich um das Washington Monument. Der Turm wurde zu Ehren von George Washington, dem ersten US-Präsidenten errichtet. Das Washington Monument ist der höchste Obelisk der Welt, eigentlich ist er aber nur ein Turm aus Stein. Immerhin ist er mit genau 169,30 Metern rund zehn Mal so hoch wie der, der nun in Kassel auf den Königsplatz kommt. Der 1884 in Washington fertiggestellte Obelisk war das höchste Bauwerk der Welt, bis dann im Jahr 1889 der Eiffelturm gebaut worden war. Der Eiffelturm misst 324 Meter.

Nicht weit von Kassel, nämlich in Braunschweig, steht ein Obelisk, der an die in den napoleonischen Kriegen gefallenen Braunschweigischen Herzöge erinnert.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: pixabay.com

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.