documenta-Besucher lassen 100 Millionen Euro in Kassel

Kassel. Die documenta ist eine Kunstausstellung von Weltrang - und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Besucher werden in diesem Jahr während der 100 Tage voraussichtlich annähernd 100 Millionen Euro in Kassel lassen. Das haben Wissenschaftler der Universität Kassel ermittelt.

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Von den Kunstfreunden profitieren vor allem das Hotel- und Gaststättengewerbe, der Einzelhandel und die Kultureinrichtungen. Das gilt auch für die Bewirtung rund um die Ausstellungsorte, die von Kasseler Gastronomen übernommen wird. Wie jetzt bekannt wurde, tritt die Radeberger-Gruppe erneut als Generalgastronom auf. Die documenta GmbH plant ihrerseits laut Geschäftsführer Bernd Leifeld mit einem Etat von 24,6 Millionen Euro für fünf Jahre. Die Hälfte des Geldes kommt über öffentliche Zuschüsse zusammen - je 4,4 Millionen Euro von Stadt und Land sowie 3,5 Millionen Euro von der Kulturstiftung des Bundes. Die ausstehenden 12,3 Millionen Euro müssen über Eintrittskarten, Kataloge, Lizenzen sowie über Sponsoren und Förderer erwirtschaftet werden.

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Erwartet werden vom 9. Juni bis zum 16. September mindestens genauso viele Besucher wie vor fünf Jahren. Die documenta 12 sahen 750.000 Menschen. Fünf Monate vor Beginn der documenta 13 sind bereits über 7500 Dauer- (je 100 Euro, ermäßigt 70 Euro) und Tageskarten (je 20 Euro, ermäßigt 14 Euro) verkauft.

Wie viel Geld über Sponsoren eingeworben wird, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Geschäftsführer Leifeld verrät nur so viel: „Es wird drei Hauptsponsoren und drei Sponsoren geben.“ Zu den Großsponsoren zählt die Sparkassen-Finanzgruppe. Weitere Namen sollen demnächst bekannt gegeben werden. Hinzu kommen Förderer wie Radeberger sowie internationale Stiftungen. Ob der Etat reicht, wird sich nach dem Ende am 16. September zeigen. Vor fünf Jahren hatte die documenta GmbH mit 19 Millionen Euro kalkuliert, am Ende aber 26,8 Millionen Euro abgerechnet.

Von Ellen Schwaab

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Quelle: mydocumenta

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